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Migranten kommen im Hafen von in Floriana an. Quelle: Jonathan Borg/XinHua/dpa

“Open Arms” darf in italienische Gewässer fahren – Innenministerium reagiert prompt

Das Rettungsschiff “Open Arms” darf jetzt doch italienische Wasser passieren, wie ein italienisches Verwaltungsgericht entschied. Der Konter des Innenministeriums ließ nicht lange auf sich warten.

Rom. Ein italienisches Verwaltungsgericht hat dem Rettungsschiff „Open Arms“ wegen einer festgestellten Notlage erlaubt, in die Territorialgewässer Italiens zu fahren. Das Gericht in Rom habe unter anderem auf Grundlage ärztlicher und psychologischer Gutachten einen Antrag auf Einfahrt bewilligt, damit den im Mittelmeer geborgenen Migranten umgehend Hilfe zukommen könne, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Mittwochabend unter Berufung auf das Gericht.

Das Innenministerium kündigte an, die Entscheidung anzufechten. Kurz zuvor hatte Innenminister Matteo Salvini bei einem Auftritt noch gesagt, dass er das Einfahren des Schiffes weiterhin verhindern wolle.

Im Video: Forderung nach Neuwahlen: Salvini stürzt Italien in die Krise

Schiff harrte tagelang in internationalen Gewässern aus

Das Schiff der spanischen Organisation Proactiva Open Arms hatte im Mittelmeer vor fast zwei Wochen 121 Menschen und am Samstag weitere 39 aufgenommen. Derzeit befinden sich an Bord des Schiffes noch 147 Menschen, nachdem mehrere Migranten unter anderem wegen ihres Gesundheitszustands zuvor an Land gebracht wurden. Das Schiff harrte tagelang in internationalen Gewässern in der Nähe der italienischen Insel Lampedusa aus. Nach Angaben der Seenotretter sollte am Mittwoch schlechtes Wetter aufziehen.

RND/dpa