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Hans-Georg Maaßen, ehemaliger Verfassungsschutzpräsident.

“Er kat keine Bedeutung“: Kretschmer froh über Maaßen-Rückzug

Hans-Georg Maaßen hat sich aus dem CDU-Landtagswahlkampf zurückgezogen – inklusive Seitenhieb auf Ministerpräsident Michael Kretschmer. Der ist über Maaßens Rückzug dennoch erleichtert.

Berlin. Hans-Georg Maaßen und CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer werden wohl keine Freunde: Nach dem offiziellen Rückzug des Ex-Verfassungsschutzchefs aus dem sächsischen Wahlkampf legt Kretschmer verbal nach. „Maaßen hat genügend Ärger gemacht“, erklärte er in Dresden. „Dieser Mann und sein undifferenziertes Gerede haben die Debatte über die rechtsradikalen Ausschreitungen in Chemnitz unnötig verlängert“, sagte Kretschmer.

„Maaßen hat keine Bedeutung.“ Seine Aufmerksamkeit entstehe lediglich durch die mediale Begleitung seiner Auftritte.

Maaßen hatte als CDU-Mitglied auf Einladung einiger CDU-Kreisverbände mehrere Wahlkampfauftritte in Sachsen absolviert. Er hatte dann am Sonntagabend jedoch per Twitter erklärt, sich aus dem Landtagswahlkampf zurückzuziehen. Zur Begründung verwies er auf ablehnende Interviewäußerungen Kretschmers im „Spiegel“ vom Wochenende, der die Unterstützung Maaßens abgelehnt hatte.

Geholfen ist der CDU mit dem Maaßen-Tweet nicht, da der Zeitpunkt Fragen aufwirft. Denn Kretschmer und seine CDU konnten den jüngsten Umfragen zufolge klar zulegen. Was Maaßen nun mit seinem Tweet bezwecken wollte, ist unklar. Denn: Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur waren in der letzten Woche vor der Landtagswahl am 1. September ohnehin keine weiteren Maaßen-Termine vorgesehen.

Der Bundespressesprecher der Werte-Union, Ralf Höcker, verwies dagegen auf Twitter auf „weitere kurzfristige Anfragen“. Allerdings bringe sich Maaßen nicht mehr ein, der Rückzug sei „tatsächlich ein Rückzug“. Maaßen hat jedoch bereits angekündigt, am Wahlabend in Dresden an einer Wahlparty der rechtskonservativen Werte-Union teilnehmen zu wollen.

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