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Niedersachsens Grünen-Chefin Kura hat klargestellt, dass sie kein grundsätzliches Verbot von Luftballons verlangt. Quelle: Marijan Murat/dpa

Vermeintliches Luftballonverbot: So reagiert das Netz

“Grüne wollen Luftballons verbieten“ – diese vermeintliche Forderung löste sofort heftige Reaktionen in den sozialen Netzwerken aus. Dass es nur ums Steigenlassen von Heliumballons ging, wollten einige Kritiker nicht wahrhaben.

Der Ballon hob mitten in der Nacht zum Mittwoch ab. Da schickte die „Neue Osnabrücker Zeitung“ eine Meldung aus einem Interview mit der niedersächsischen Grünen-Landeschefin Anne Kura. „Grüne wollen Luftballons verbieten“, lautete die Überschrift. Dass Kura nur davon sprach, dass „steigen gelassene Luftballons in den allermeisten Fällen in der Natur“ landen und dort von Vögeln und anderen Tieren gefressen werden, ging unter.

Die grüne Verbotspartei war wieder da – und sofort begann das Netz zu toben. Der bayerische Vizeministerpräsident Hubert Aiwanger riet den Grünen ganz allgemein, „in den Keller zu gehen und auf das Ende der Welt zu warten“.

AfD-Parteivize Georg Pazderski ließ auch einen steigen.

Nach orangenen (Freie Wähler) und blauen (AfD) schickt auch die FDP einen gelben Ballon in den Empörungshimmel.

Die Sozialdemokraten geben sich hintersinnig.

Dass der Online-Shop der Grünen Luftballons im Angebot hat, darf auch beworben werden.

Und die ersten kreativen Ersatzideen gibt es ebenfalls.

Dann aber ist ganz schnell die Luft aus dem Thema, als klar wird, dass es nie um ein Verbot von Ballons ging, sondern um das Steigenlassen auf städtischen Festen.

Die Aufregung legt sich langsam.

Wir dürfen also weiter singen: „Hab nen Luftballon gefunden, denk an dich und lass ihn fliegen“. Ein Nenaverbot hat schließlich niemand gefordert. Oder? Grüne? Jemand da?

Von Jan Sternberg/RND