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Abgestellte E-Scooter verschiedener Anbieter.

Berliner CDU plant Verschrottung wild abgestellter E-Scooter

Seit Juli sind sie in den Großstädten an vielen Ecken zu sehen: E-Scooter. Ein paar Monate später sind sie für viele ein Ärgernis, vor allem wild abgestellte Roller. Die Berliner CDU will nun verschärft gegen diese elektrischen Wegelagerer vorgehen – mit Entsorgung als Sperrmüll.

Berlin. Zu sehen sind sie vor allem in den stark von Touristen frequentierten Vierteln Berlins an nahezu jeder Ecke: Die E-Scooter. Doch was für viele ein bequemes und modernes Fortbewegungsmittel für Kurzstrecken ist, ist für andere ein Hindernis im Straßenverkehr. Insbesondere dann, wenn sie wild und wahllos abgestellt werden. Wie die „Berliner Morgenpost“ und „Der Tagesspiegel“ berichten, will die Berliner CDU nun dagegen vorgehen.

Demnach sollen Leihanbieter verpflichtet werden, wild abgestellte E-Scooter innerhalb von 24 Stunden abzuholen. „Andernfalls können die Roller auf dem Sperrmüll entsorgt werden“, soll sich der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Oliver Friederici, geäußert haben.

Konflikte im Berliner Straßenverkehr würden verschärft

Dabei orientiert sich die CDU offenbar an Paris. Wer dort E-Scooter wild abstellt, riskiert den Medien zufolge ein Verwarngeld von 25 Euro. Hier drohten bislang Sanktionen, wenn Nutzer auf Gehwegen fahren. 15 bis 30 Euro könne das kosten.

Laut „Tagesspiegel“ hat Friederici außerdem kritisiert, dass Senat und Bezirke tatenlos zuschauen würden, wie die zunehmende Anzahl an E-Scootern die Konflikte im Berliner Straßenverkehr verschärft.

Mit ihrem E-Scooter-Missfallen ist die Berliner CDU indes nicht allein. Auch bei Umweltministerin Svenja Schulze stieß die Flut der elektronischen Tretroller zuletzt auf Unmut. Auf dem bald beginnenden Münchner Oktoberfest werden sie verboten sein.

RND/cz