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Polizisten haben am Mittwoch Anti-Terror-Razzien vorgenommen (Symbolbild).

Nach Anti-Terror-Razzien: Haftbefehl gegen weiteren Syrer erlassen

Wegen des Verdachts auf Bildung einer kriminellen Vereinigung haben Ermittler am Mittwoch Objekte in Norddeutschland durchsucht. Gegen drei Syrer wurde im Zuge der Anti-Terror-Razzien am Mittwoch Haftbefehl erlassen.

Flensburg. Der Ermittlungsrichter in Flensburg hat nach den Razzien in drei norddeutschen Bundesländern gegen einen dritten Syrer Haftbefehl wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung erlassen. Es handle sich um einen 24 Jahre alten Mann, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Donnerstag.

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten am Mittwoch 16 Objekte in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg durchsucht. Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Flensburg gegen elf Beschuldigte. Ihnen wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Gegen zwei Syrer im Alter von 34 und 37 Jahren wurde am Mittwoch Haftbefehl erlassen. Darüber hinaus wurde der 24 Jahre alte Syrer festgenommen. Die drei Männer waren in Schleswig-Holstein und Hamburg festgenommen worden.

Insgesamt wird zehn Männern und einer Frau vorgeworfen, sich zwischen Dezember 2018 und Juli 2019 gewerbsmäßig und organisiert zu illegalen Geldgeschäften verabredet zu haben. Die Beteiligten stammen überwiegend aus Syrien. Sie sollen Geld ins Ausland verschoben und dafür Provisionen kassiert haben. Sie sollen für die Geldgeschäfte nach Angaben der Staatsanwaltschaft keine Erlaubnis im Sinne des Zahlungsdienstegesetzes gehabt zu haben. Es soll sich um Summen im sechsstelligen Bereich gehandelt haben. Die Staatsanwaltschaft prüft auch, ob ein Verdacht auf Terrorfinanzierung vorliegt.

RND/dpa