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Will nun prüfen, ob an den unbewiesenen Behauptungen Trumps zu möglichen Einmischungen in die US-Wahl etwas dran ist: Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj. Quelle: Efrem Lukatsky/AP/dpa

Ukraine will mögliche Einflussnahme auf US-Wahl 2016 prüfen

Donald Trump verbreitet ohne Beweise die Behauptung, die Demokraten hätten sich bei der US-Wahl 2016 mit der Ukraine verschworen, um ihm als Kandidaten zu schaden. Wegen Forderungen nach Ermittlungen dazu in einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj droht ihm ein Impeachment. Die Ukraine will eine mögliche Wahleinmischung nun dennoch prüfen.

Kiew. Die Ukraine wird einer möglichen Einmischung des Landes in die US-Präsidentschaftswahl 2016 nachgehen. Das teilte der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj am Donnerstag mit. Ohne eine entsprechende Untersuchung könne man nicht „ja oder nein“ zu der Frage sagen, ob es eine Einflussnahme gegeben habe. Die Ukraine sei „froh“, zu ermitteln – es sei im Interesse des Landes, herauszufinden, was passiert sei.

Präsident Donald Trump hatte Selenskyj in einem Telefonat im Sommer um entsprechende Ermittlungen gebeten, was für Trump daheim in den USA mittlerweile Vorermittlungen für ein Amtsenthebungsverfahren nach sich gezogen hat. Trump behauptet, die Ukraine habe sich damals mit den Demokraten verschworen, um seine Präsidentschaftskampagne 2016 zu Fall zu bringen. Beweise dafür gibt es nicht. In dem Telefonat bat Trump auch um Untersuchungen gegen seinen politischen Rivalen Joe Biden wegen mutmaßlicher Korruption in der Ukraine.

Russland hat Einfluss auf die US-Wahl genommen, das haben Ermittlungen in den Vereinigten Staaten bestätigt. Dies geschah den Überprüfungen zufolge mit der Absicht, Trumps Wahlkampf zu helfen.

RND/AP