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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht beim Ordentlichen Gewerkschaftstag der IG Metall auch über den Anschlag in Halle. Quelle: Daniel Karmann/dpa

Merkel für ganze Härte des Rechtsstaates gegen Rechtsextremismus

Der Terrorakt von Halle erschüttert die Menschen. So auch Angela Merkel, die sich schockiert und bedrückt zeigte. Sie trauere mit den Familien und Freunden der Ermordeten und sprach sich für sämtliche rechtsstaatlichen Mittel gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus aus.

Nürnberg. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für den Einsatz sämtlicher rechtsstaatlicher Mittel gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus ausgesprochen. „Da gibt es keinerlei Toleranz“, sagte die Regierungschefin am Donnerstag beim Gewerkschaftstag der IG Metall in Nürnberg.

Sie sei wie Millionen Menschen „schockiert und bedrückt“ von dem Verbrechen in Halle, erklärte die Kanzlerin. Sie trauere mit den Familien und Freunden der Ermordeten. „Wir sind nur sehr knapp einem schrecklichen Angriff auf die Menschen in der Synagoge entgangen. Es hätte noch sehr viel mehr Opfer geben können.“

Zugleich rief sie zu Engagement gegen Hass, Gewalt und Menschenfeindlichkeit auf. „Sehr oft kann es passieren, dass aus Worten Taten werden. Doch das muss unterbunden werden“, sagte Merkel. „Hass, Rassismus und Antisemitismus dürfen keinen Platz in unserem Land haben“, fügte sie hinzu.

Sie wiederholte zudem ihre Aussage vom Vorabend: „Wir sind froh über jede Synagoge, über jede Gemeinde und alles jüdische Leben in unserem Lande.“

Nach bisherigen Ermittlungen hatte der 27 Jahre alte Stephan B. am Mittwoch versucht, die Synagoge in Halle an der Saale während des jüdischen Jom-Kippur-Festes mit Waffengewalt zu stürmen. Er wird beschuldigt, danach zwei Unbeteiligte erschossen und mindestens zwei weitere Menschen verletzt zu haben. Nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft hat er für seine im Internet dokumentierten Taten rechtsextremistische und antisemitische Motive.

RND/dpa/epd