Donnerstag , 24. Oktober 2019
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Studenten in einer Vorlesung an der Universität Köln im Jahr 2011. Quelle: Oliver Berg/dpa

Junge Union fordert Steuervorteile für Studenten

Rechnungen für die Steuererklärung sammeln ist für Studenten und Auszubildende mangels Einkommen häufig nicht interessant. Die Junge Union will die Regierung nun auffordern, dass Aufwendungen für die Erstausbildung auch noch Jahre später steuerlich geltend gemacht werden können. Beschlossen werden soll dies auf der Jahrestagung am Wochenende.

Berlin. Auszubildende und Studenten sollen nach den Vorstellungen der Jungen Union künftig steuerlich bessergestellt werden. Aufwendungen für die erste Berufsausbildung oder das Erststudium sollten künftig auch noch nach mehreren Jahren von der Steuer abgesetzt werden können, heißt es in einem Antrag für die Jahresversammlung der Jungen Union, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Dazu müssten die Kosten als Werbungskosten statt wie bisher als Sonderausgaben deklariert werden können.

Antrag wird zur Annahme empfohlen

Sonderausgaben von bis zu 6000 Euro könnten derzeit nur in dem Jahr von der Steuer abgezogen werden, in dem sie anfielen, heißt es in dem Antrag. „Bei einem Großteil der Studenten läuft dieser Sonderausgabenabzug aufgrund fehlender zu versteuernder Einkünfte ins Leere.“ Als Werbungskosten könnten sie dagegen mittels Verlustvorträgen auf spätere Jahre übertragen werden, „in denen voraussichtlich mehr Einkünfte als zu Studienzeiten vorhanden sind“.

Dies sei derzeit bereits bei der Zweitausbildung, also etwa bei Aufbaustudien oder Promotionen, möglich. „Nach dem Gebot der Besteuerung nach der finanziellen Leistungsfähigkeit wäre die Gleichbehandlung der Aufwendungen für Erst- und Zweitausbildung geboten“, heißt es in dem Antrag.

Der Antrag des JU-Landesverbands Hessen wird der Jahresversammlung, dem sogenannten „Deutschlandtag“, von der Antragskommission zur Annahme empfohlen. Der „Deutschlandtag“ beginnt am heutigen Freitag in Saarbrücken. Er dauert bis zum Sonntag.

Von Daniela Vates/RND