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Für ihn ist der Anschlag von Halle eine "Zäsur": Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt. Quelle: Hendrik Schmidt/dpa

Haseloff nach Anschlag in Halle: “Schlimmste Woche in meinem Leben”

Der rechtsextremistische Anschlag in Halle hat allenthalben Menschen entsetzt. Besonders schlimm war es nach eigenen Angaben auch für den sachsen-anhaltischen Ministerpräsidenten Reiner Haseloff. Er spricht von der schlimmsten Woche seines Lebens.

Halle. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat sich auch eine Woche nach dem rechtsextremistischen Anschlag von Halle tief erschüttert gezeigt. „Es war die schlimmste Woche, die ich in meinem Leben bisher hatte. Menschlich – und als Politiker ist man ja auch Mensch – habe ich so etwas noch nicht erlebt“, sagte Haseloff.

Den Anschlag selbst bezeichnete er als „Zäsur“. „Es gibt die Zeit davor, und die Zeit danach“, sagte er im Mitteldeutschen Rundfunk über den Anschlag am 9. Oktober.

Haseloff sieht keine konkrete Mitverantwortung der AfD an dem Anschlag

Eine konkrete Mitverantwortung der AfD als Partei für den Anschlag sehe er hingegen nicht. Das sei für ihn nur ein Teil in einem Gesamtpaket von Ursachen, sagte der Ministerpräsident. „Es gibt sicherlich Einzelzuordnungen, die möglich sind, auch politisch, aber es ist zu einfach, es auf eine Komponente herunterzubrechen“, sagte er.

Bei dem Anschlag am vergangenen Mittwoch in Halle wurden eine 40 Jahre alte Frau und ein 20 Jahre alter Mann erschossen. Außerdem verletzte der mutmaßliche Täter Stephan B. zwei weitere Menschen. Schwer bewaffnet hatte er zuvor versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen, um dort ein Blutbad anzurichten. Zum höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur hatten sich dort 51 Gläubige versammelt. B. hatte die Tat gestanden. Der Generalbundesanwalt hat gegen ihn Haftbefehl wegen zweifachen Mordes und mehrfachen Mordversuches erlassen.

RND/epd