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Ibrahim Miri wurde erneut in den Libanon abgeschoben. Quelle: imago/dpa/RND Montage

Gegen kriminelle Clans hilft nur Härte

Der Gewohnheitskriminelle Ibrahim Miri ist zum zweiten Mal in den Libanon abgeschoben worden. Das ist eine gute Nachricht, kommentiert Andreas Niesmann. Es wurde höchste Zeit, dass sich der deutsche Rechtsstaat wehrt.

Berlin. Clanchef Ibrahim Miri ist in den Libanon abgeschoben worden. Das ist eine gute Nachricht. Endlich zeigt der deutsche Rechtsstaat seine wehrhafte Seite. Es wurde höchste Zeit.

Es war und ist unerträglich, wie der Gewohnheitskriminelle die deutsche Justiz, den deutschen Staat und die deutsche Gesellschaft verhöhnt hat. Deutschland bot dem Mann eine Heimat, zum Dank trat er die Regeln und Werte seines Gastlandes mit Füßen. 19 Verurteilungen hat er in 25 Jahren gesammelt, von Raub bis Drogenhandel war alles dabei. Für einen Mann wie ihn ist kein Platz in diesem Land.

Der Fall Miri zeigt, wie schwer sich unsere offene Gesellschaft damit tut, Intensivtätern ihre Grenzen zu zeigen. Dass der 46-Jährige nach seiner ersten Abschiebung im Juli zurück nach Deutschland kam und dann auch noch die Unverfrorenheit besaß, einen Asylantrag zu stellen, spricht Bände. Kriminelle wie er sind bereit, jedes noch so kleine Schlupfloch für sich zu nutzen.

Das einzige Mittel dagegen ist Härte. Nicht physische, aber die des Gesetzes. Deshalb war es richtig, alle rechtlich zur Verfügung stehenden Mittel zu nutzen, um den Mann loszuwerden. Das gilt selbst dann, wenn die Behauptung seiner Anwälte zutrifft, dass Miris Sicherheit in seiner libanesischen Heimat stärker gefährdet ist als hierzulande.

Gut möglich, dass das stimmt. Ganz ohne jeden Zweifel aber ist die Sicherheit der deutschen Gesellschaft mit Miri gefährdeter als ohne hin. Schon der Eklat, den zwei Besucher des Clanchefs in der Abschiebehaft vergangene Woche verursachten, taugt dafür als Beleg.

In Fällen wie diesem geht es nicht darum, einen Kriminellen zu bekehren. Es geht einzig und allein darum, die Gesellschaft vor ihm zu beschützen. Abschieben ist eine Lösung dafür. Sollte Miri ein weiteres Mal zurückkommen, bliebe nur noch wegsperren.

Von Andreas Niesmann/RND