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Nicole Höchst (AfD) hat einen fragwürdigen Vergleich aufgestellt. Quelle: imago images/Metodi Popow/Christian Spicker/Montage RND

„Schnauzer trägt Raute“: AfD-Politikerin vergleicht Merkel mit Hitler

Die AfD-Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst hat Angela Merkel erneut mit Adolf Hitler verglichen. Sie sehe sehr viele Parallelen, sagt die Frau, die mit einer Kandidatur für den Parteivorsitz liebäugelt. Entschuldigen will sie sich frühestens in 50 Jahren – wenn sie dann noch lebt.

Berlin. Die AfD-Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst provoziert gern. Schon Anfang des Jahres hat die Bundestagsabgeordnete bei einer Rede Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Adolf Hitler verglichen. „Meiner Meinung nach hat die Machtergreifung schon stattgefunden. Der Schnauzer trägt jetzt Raute“, hatte die AfD-Abgeordnete damals gesagt.

Inzwischen strebt Höchst nach Höherem: Sie gilt als mögliche Kandidatin für die den Parteivorsitz. Noch-Vorsitzender Alexander Gauland hat sich noch nicht entschieden, ob er beim Parteitag in Braunschweig erneut kandidiere wird, sein Co-Vorsitzender Jörg Meuthen hat parteiintern viele Gegner. Die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Höchst soll sich deshalb Chancen für den Sprung in die erste Reihe ausrechnen.

Wer nun glaubt, dass die Parlamentarierin deshalb gemäßigter auftritt, sieht sich getäuscht. Im Interview mit dem ZDF legt Höchst nach. Von ihrem Hitler-Vergleich nimmt sie nichts zurück – im Gegenteil. „Wenn ich mir anschaue, wie damals, meinen Geschichtskenntnissen nach, Adolf Hitler an die Macht gekommen ist, was gleichgeschaltet wurde (…) und ich vergleiche das mit dem, wie wir heute eine Zivilgesellschaft pampern, die auf politische Gegner zugeht (…) Ich sehe da sehr viele Parallelen“, sagt die Frau nun.

Auf die Frage des ZDF-Reporters, ob der Merkel-Hitler-Vergleich angesichts sechs Millionen ermordeter Juden tatsächlich angemessen sei, antwortete Höchst: „Wir haben im Moment eine Phase, wo wir den Ausgang noch nicht kennen. Wir wissen noch nicht, wo die Geschichte, die jetzt angestrebt wird, durch die totalitaristische Tendenz unserer herrschenden Politik endet.“

Entschuldigen wolle sie sich dafür frühestens in 50 Jahren, sagte die 49-Jährige. Vorausgesetzt, sie lebe dann noch und ihre Prognose habe sich als falsch herausgestellt.

Die AfD hält ihren Bundesparteitag vom 30. November bis 1. Dezember in Braunschweig ab.

RND/ani