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Kein Fan einer Minderheitsregierung von CDU/CSU: Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Quelle: Hendrik Schmidt/dpa

NRW-Ministerpräsident Laschet lehnt CDU/CSU-Minderheitsregierung ab

Bricht mit dem neuen Führungsduo der SPD die große Koalition auseinander? Sollte es so kommen, ist für NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) eine Minderheitsregierung der Union allenfalls “für einige Wochen denkbar”. Damit nimmt er einen anderen Standpunkt ein als Parteikollege Friedrich Merz.

Köln. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet hat sich skeptisch über eine mögliche CDU/CSU-Minderheitsregierung im Falle eines SPD-Ausstiegs aus der großen Koalition geäußert. „Deutschland braucht als führendes Land in der Europäischen Union eine stabile Regierung“, sagte Laschet am Montagabend beim „RND Berliner Salon on Tour“ in Köln, einer Veranstaltung des RedaktionsNetzwerks Deutschland und des Kölner Stadt-Anzeigers.

Eine Minderheitsregierung, wie sie zuvor der CDU-Politiker Friedrich Merz ins Gespräch gebracht hatte, sei „für wenige Wochen denkbar“, so Laschet. Eine Dauerlösung wäre sie aber nicht. „Eine Regierung zu haben, die keine eigene Mehrheit hat, kann ich mir für Deutschland nicht vorstellen“, betonte Laschet.

„Merz gibt Interviews, wie er die für klug hält“

Der frühere Unions-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz hatte im Falle eines Bruchs der großen Koalition für eine Minderheitsregierung im Bund plädiert. „Der Bundeshaushalt ist beschlossen, eine Minderheitsregierung könnte im Jahr 2020 regieren“, sagte Merz dem RND (Dienstag). „Der experimentelle Charakter und die veränderte Rolle des Parlaments haben Charme“, so Merz.

Über den Vorstoß seines Parteikollegen Merz sagte Laschet: „Friedrich Merz gibt Interviews, wie er die für klug hält.“

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Von Marina Kormbaki/RND