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Sexualstraftäter sollen künftig lebenslang registriert werden. Quelle: Boris Roessler/dpa

Baden-Württemberg will Sexualstraftäter für immer registrieren

Geht es nach Baden-Württemberg, so sollen Sexualstraftäter künftig lebenslang registriert werden. Das grün-schwarze Kabinett will einen Entwurf beschließen, wonach Verurteilungen wegen Kindesmissbrauchs nicht mehr aus dem Führungszeugnis gelöscht werden. Das Land wird sich zudem für eine Gesetzesänderung im Bundesrat stark machen.

Stuttgart. Baden-Württemberg will Sexualstraftäter lebenslang registrieren. Das grün-schwarze Kabinett will am Dienstag einen Gesetzesentwurf des Justizministeriums beschließen, wonach Verurteilungen wegen Kindesmissbrauchs nicht mehr aus dem erweiterten Führungszeugnis gelöscht werden. Das Land will sich dann im Bundesrat für eine entsprechende Gesetzesänderung einsetzen. Bislang werden Vorverurteilungen nach einem gewissen Zeitraum aus dem erweiterten Führungszeugnis getilgt.

Deshalb könnten verurteilte Sexualstraftäter in manchen Fällen wenige Jahre nach ihrer Tat wieder mit Kindern arbeiten, heißt es aus dem Justizministerium. „Der lückenlose Schutz unserer Kinder und Jugendlichen vor Sexualstraftätern muss in solchen Konstellationen Vorrang haben“, sagte Minister Guido Wolf (CDU).

RND/dpa