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Absperrungen und Polizeifahrzeuge stehen in der Nähe des Elysee-Palasts. Im Land haben zahlreiche Gewerkschaften zu Protesten gegen die geplante Rentenreform der Regierung aufgerufen. Quelle: Julien Mattia/Le Pictorium Agenc

Nahverkehrsstreik in Paris wird bis Montag verlängert

Das öffentliche Leben kam in weiten Teilen von Paris am Donnerstag zum Erliegen. Tausende beteiligten sich an Streiks und Protesten gegen eine geplante Rentenreform. Im öffentlichen Nahverkehr der französischen Hauptstadt soll der Streik nun bis Montag fortgesetzt werden.

Paris. Ein Generalstreik legt am Donnerstag weite Teile des öffentlichen Lebens in Hauptstadt Paris lahm. Zumindest im öffentlichen Nahverkehr der französischen Hauptstadt soll der Streik nun bis zum kommenden Montag fortgesetzt werden. Das teilte die für den Pariser Nahverkehr zuständige Abteilung der Gewerkschaft CGT am Donnerstagmittag mit.

Fast alle Streikenden einer Generalversammlung hätten dafür gestimmt, den Streik bis zum 9. Dezember auszuweiten, hieß es in der Pressemitteilung der Gewerkschaft.

U-Bahnen außer Betrieb

Die Streiks und Proteste in Frankreich richten sich gegen eine geplante Rentenreform. Die Protestbewegung der Gelbwesten schloss sich einer Großdemonstration in Paris an, für die vorab 6000 Einsatzkräfte von der Polizei bereitgestellt wurden. Sie kontrollierte mehr als 3000 Protestierende vor Beginn der Demo und nahm 18 Personen in Gewahrsam.

Anderswo in Frankreich marschierten Tausende Gewerkschafter in roten Westen durch Städte wie Marseille am Mittelmeer und Lille im Norden.

In Paris waren U-Bahnen nicht in Betrieb, was den Straßenverkehr zusätzlich belastete. Viele Pendler fuhren per Rad oder E-Scooter zur Arbeit, andere blieben gleich ganz zu Hause mit den Kindern – da sich auch 78 Prozent der Lehrer in Paris am Streik beteiligen wollten.

Derweil standen unvorbereitete Touristen am Donnerstag auf leeren Bahnsteigen – das nationale Bahnunternehmen SNCF strich neun von zehn Hochgeschwindigkeitszüge. Ein Fünftel aller Flüge sei am Boden geblieben, verkündete die Luftfahrtbehörde.

RND/AP