Donnerstag , 27. Februar 2020
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Fridays for Future-Teilnehmer demonstrierten in Hamburg. Quelle: Georg Wendt/dpa

Fridays for Future von UN-Klimagipfel enttäuscht

Der UN-Klimagipfel in Madrid hat bei Fridays for Future für Frust und Enttäuschung gesorgt. Statt sich den Problemen zu stellen, hätten die Teilnehmer wichtige Entscheidungen weiter verschoben, heißt es. Die Bewegung will das nicht akzeptieren und kündigt Konsequenzen an.

Madrid. Die Bewegung Fridays for Future hat die bisherigen Fortschritte beim Weltklimagipfel in Madrid als „unzureichend“ kritisiert und deshalb für Freitag zu einem globalen Klimastreik aufgerufen. Statt sich den Problemen zu stellen, hätten die Teilnehmer wichtige Entscheidungen weiter verschoben, schrieben Aktivisten der Organisation, die die Verhandlungen in der spanischen Hauptstadt beobachten, in einer Mitteilung. „Fridays for Future wird das nicht akzeptieren.“

„Der Trend scheint zu sein, dass wir uns immer weiter von den in Paris eingegangenen Verpflichtungen entfernen“, warnte die Klimaschutzbewegung mit Blick auf das Pariser Abkommen von 2015 zur Eingrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad. „Dieser Gipfel hat uns im Stich gelassen.“

UN-Klimakonferenz dürfte länger gehen

Der weltweite Streik am 13. Dezember – dem Tag, an dem die zweiwöchige Konferenz eigentlich zu Ende gehen soll – solle darauf aufmerksam machen, „wie wenig sich Politiker um den Planeten sorgen.“

Auch in diesem Jahr dürfte die UN-Klimakonferenz nach Einschätzung der deutschen Delegation wieder etwas länger gehen als geplant. Er könne sich nicht mehr erinnern, wann man mal fristgerecht fertig geworden sei, sagte Karsten Sach, der seit vielen Jahren für die Bundesrepublik bei den Gipfeln verhandelt, in Madrid. Eigentlich wollen die Vertreter von knapp 200 Staaten am Freitagabend um 18 Uhr fertig werden. Es seien aber bereits Deadlines nach hinten verschoben worden, sagte Sach. Er tippe auf „irgendwann in der Nacht von Freitag auf Samstag“ – aber sicher sei das nicht.

RND/dpa