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In Syrien haben sich IS-Kämpfer ergeben. Darunter sind auch - wie hier im Oktober 2019 - Europäer. (Symbolbild)

Türkei schickt angeblich erneut “Terrorkämpfer” nach Deutschland

Seit einigen Wochen schon schickt die Türkei angebliche “Terroristen” nach Deutschland. Nun will sie erneut einen “Kämpfer” mit deutscher Staatsbürgerschaft abgeschoben haben. Ohne jedoch weitere Informationen zu liefern.

Istanbul. Die Türkei hat erneut einen angeblichen Terroristen nach Deutschland abgeschoben. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete am späten Donnerstagabend unter Berufung auf das Innenministerium von einem „Terroristenkämpfer“ mit deutscher Staatsbürgerschaft. Mehr Auskünfte – etwa zu den Vorwürfen gegen die Person oder zu ihrem Zielort – erteilte das Ministerium nicht.

Die Türkei schiebt seit einigen Wochen Menschen mit angeblichen Verbindungen zu Terrororganisationen in ihre Heimatländer ab. Sie hatte am 9. Oktober im syrisch-türkischen Grenzgebiet eine Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG begonnen, die sie als Terrororganisation betrachtet. Während der Militäroffensive waren offiziellen Angaben zufolge auch 287 Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen worden, darunter Frauen und Kinder.

Anadolu hatte vor rund zehn Tagen von mittlerweile insgesamt 71 abgeschobenen ausländischen „Terroristenkämpfern“ berichtet. Demzufolge sollen unter ihnen bis dahin 18 Deutsche gewesen sein. Kurz darauf wurden eine Deutsch-Eritreerin und ihre fünfjährige Tochter abgeschoben. In die Zahlen aus der Türkei zu den angeblichen Terrorkämpfern fließen auch die mitreisenden Kinder mit ein.

RND/dpa