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Iraner nehmen an einem Trauerzug für Ghassem Soleimani und den stellvertretenden Leiter der überwiegend schiitisch-muslimischen Einheiten (PMF), Abu Mahdi al-Mohandes, in Teheran teil. Quelle: -/Office of the Iranian Supreme

Iran sinnt auf Rache: Tochter Soleimanis droht Familien von US-Soldaten

Im Iran wird um den durch einen US-Angriff getöteten General Ghassem Soleimani getrauert. Dessen Tochter richtete während einer Trauerprozession eine Drohung an die USA. Die Familien von US-Soldaten im Nahen Osten sollten schon mal “auf den Tod ihrer Kinder” warten.

Teheran. Die Tochter des bei einem US-Angriff getöteten iranischen Generals Ghassem Soleimani hat bei einer Trauerprozession eine Drohung an Familien von US-Soldaten im Nahen Osten gerichtet. „Die Familien von US-Soldaten im Nahen Osten werden ihre Tage damit verbringen, auf den Tod ihrer Kinder zu warten“, sagte Seinab Soleimani am Montag in Teheran.

An dem Trauermarsch für den General, der als Kommandeur der Al-Kuds-Brigaden iranische Aktivitäten und Einsätze von Libanon über Irak bis Afghanistan koordinierte, nahmen Hunderttausende teil. Am frühen Montagmorgen gab es zunächst ein sogenanntes Leichengebet in der Universität Teheran, dem Tausende beiwohnten. Die Zeremonie wurde auf fast allen Fernsehkanälen des Landes live übertragen.

Danach sollte Soleimanis Leiche zum Asadi-Platz im Westen Teherans transportiert werden. Entlang der fast drei Kilometer langen Strecke wurden Medienberichten zufolge Hunderttausende Menschen erwartet, um Abschied von dem getöteten Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Einheit zu nehmen. Die Regierung hat den Montag in Teheran zum örtlichen Feiertag erklärt, damit dort alle Menschen an der Zeremonie teilnehmen können. Mehrere Straßen in der Stadtmitte wurden wegen der erwarteten Menschenmassen für Autos gesperrt, Schulen und Hochschulen blieben geschlossen.

Trauertag in Teheran

Der geistliche Oberste Führer Ajatolla Ali Chamenei Irans betete zum Höhepunkt der Trauerfeierlichkeiten an Soleimanis Sarg. Bei dem traditionellen muslimischen Totengebet für Soleimani und seine Begleiter hatte Chamenei am Montag Tränen in den Augen.

Von Teheran aus sollte der Leichnam dann in die schiitische Hochburg Ghom gebracht werden. Auch dort war eine Zeremonie vor einem Mausoleum geplant. Die Beisetzung Soleimanis findet voraussichtlich am Dienstag in seinem Geburtsort Kerman im Südostiran statt. Auch in Kerman hat die Regierung den Dienstag zum örtlichen Feiertag erklärt.

Schon am Sonntag hatten nach örtlichen Medienangaben Hunderttausende Iraner an zwei Trauerzügen für Soleimani in Ahwas im Südwestiran und in der Heiligen Stadt Maschad im Nordostiran teilgenommen. Luftbilder aus beiden Städten zeigten gewaltige Menschenmassen und kilometerlange Schlangen. Besonders vor und im Mausoleum des achten schiitischen Imams Resa in Maschad soll der Andrang so groß gewesen sein, dass der Transport der Leiche in die Hauptstadt für die Organisatoren nicht mehr möglich war. Daher musste eine für Sonntagabend geplante dritte Trauerzeremonie in der Imam-Chomeini-Moschee in Teheran abgesagt werden, an der die gesamte iranische Führung teilnehmen sollte.

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RND/AP/dpa