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Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesvorsitzende der CDU und Bundesministerin der Verteidigung (l), läutet nach ihrer Ankunft auf der Winterklausur der CSU-Landesgruppe im Bundestag im Kloster Seeon die Glocke zur Eröffnung des Gesprächs. Neben ihr sitzen Alexander Dobrindt, CSU-Landesgruppenchef (M), und Markus Söder (CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern. Quelle: Matthias Balk/dpa

Nach Söder-Vorschlag: AKK schließt Kabinetts-Umbildung nicht aus

CSU-Chef Markus Söder hat eine Umbildung und Verjüngung des Bundeskabinetts ins Spiel gebracht. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer zeigte sich nun offen für den Vorschlag. Angela Merkel reagierte dagegen äußerst zurückhaltend.

Seeon. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat eine Kabinettsumbildung nicht völlig ausgeschlossen.

Zu einem entsprechenden Vorstoß von CSU-Chef Markus Söder sagte sie am Dienstag bei ihrer Ankunft bei der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im oberbayerischen Kloster Seeon, das sei „eine Möglichkeit“. Die Union müsse mit einem Zukunftsprogramm in den Wahlkampf ziehen, das von entsprechenden Personen glaubhaft vertreten werden könne.

Wörtlich sagte sie zur Forderung von Söder: „Das ist eine Möglichkeit, die Markus Söder ins Spiel gebracht hat.“ Darüber werde man in den kommenden Monaten sprechen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) reagierte dagegen äußerst zurückhaltend auf den Söder-Vorstoß für eine Kabinettsumbildung.

Söder für Verjüngung des Kabinetts

Söder hatte mit seinem Vorstoß unmittelbar vor der Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten für eine Personaldebatte in der Union gesorgt. Er sprach sich für eine Verjüngung des Kabinetts aus und sieht vor allem bei den Themen Innovation, Wissenschaft und Wirtschaft erheblichen Nachholbedarf. Betroffen davon wären die CDU-Ministerien von Anja Karliczek (Wissenschaft und Forschung) sowie Peter Altmaier (Wirtschaft).

Kramp-Karrenbauer sagte nun: „Markus Söder hat jetzt von einer Kabinettsumbildung gesprochen. Ich spreche von einem Zukunftsteam für die Zukunft, noch offen lassend, wie das aussehen kann.“ Sie sei sich mit Söder im Ziel ganz klar, „programmatisch neu, und auch mit den entsprechenden dazu passenden neuen Gesichtern.“

RND/dpa