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Donald Trump, Präsident der USA, spricht bei einer Pressekonferenz im Rahmen des Weltwirtschaftsforums (WEF). Quelle: Evan Vucci/AP/dpa

Um “in verdorbene Gesichter“ zu starren: Trump wäre gern im Senat

Das Amtenthebungsverfahren im US-Senat läuft, und der Angeklagte wäre gern live dabei. US-Präsident Donald Trump, dem im Impeachment Machtmissbrauch vorgeworfen wird, würde gern in der ersten Reihe sitzen. An diesem Mittwoch beginnen die Eröffnungsplädoyers der Anklagevertreter aus dem US-Repräsentantenhaus.

Davos. US-Präsident Donald Trump würde nach eigener Aussage gerne das Amtsenthebungsverfahren im US-Senat aus nächster Nähe mitverfolgen. „Ich würde gerne hingehen, wäre das nicht großartig, wäre das nicht schön“, sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Davos auf die Frage einer Reporterin, ob er irgendwann bei den Verhandlungen auftauchen werde.

„Ich würde irgendwie gerne direkt in der ersten Reihe sitzen und in ihre verdorbenen Gesichter starren.“ Allerdings glaube er nicht, dass seine Verteidiger ihn dabei haben wollten, machte Trump deutlich. Der Republikaner ist der dritte Präsident der USA, gegen den ein Amtsenthebungsverfahren geführt wird.

Die Anklagepunkte gegen Trump lauten auf Machtmissbrauch und Behinderung der Ermittlungen des Repräsentantenhauses. Die republikanischen Senatoren, die die Mehrheit in der entscheidenden Kammer des Verfahrens stellen, stehen bislang allerdings geschlossen hinter ihm, weshalb Trump keine Amtsenthebung fürchten muss.

An diesem Mittwoch beginnen die Eröffnungsplädoyers der Anklagevertreter aus dem US-Repräsentantenhaus. Über sie sagte Trump – wobei er insbesondere den führenden Ankläger Adam Schiff im Blick hatte: „Das sind große Dreckskerle, sie sind sehr unehrliche Leute.“

Trump kritisierte das Amtsenthebungsverfahren erneut als „Scherz“ und sagte, es blockiere das Land. Dabei hätten seine Ankläger nichts gegen ihn in der Hand. „Sie haben nichts. Sie haben nicht mal eine Straftat.“

RND/cle/dpa