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Ralph Brinkhaus „schämt sich nicht“ für die Leute, die Nackensteak essen – denn auch sie sind elementar wichtig für die Gesellschaft. Quelle: imago/dpa/RND Montage Behrens

Brinkhaus: „Nackensteak-Esser sind das Rückgrat unserer Gesellschaft“

Nackensteaks essen, Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren fahren und arbeiten bis zum Umfallen: Dinge, die nicht gerade dem Zeitgeist entsprechen, aber für die die CDU nach den Worten des früheren Hamburger Bürgermeisters Ole von Beust steht. Unions-Fraktionschef Brinkhaus sieht darin kein Problem – ganz im Gegenteil.

Berlin. Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus hat Menschen den Rücken gestärkt, die gern Nackensteaks essen, Verbrennungsmotoren nutzen und viel arbeiten. „Ich schäme mich nicht dafür, dass ich die Leute vertrete, die mit einem Verbrennungsmotor unterwegs sind, Nackensteak essen und fleißig sind. Diese Leute sind das Rückgrat unserer Gesellschaft. Und mit ihnen zusammen und nicht gegen sie möchten wir als Union in die Zukunft gehen“, sagte er der „Bild am Sonntag“ (Bams).

Brinkhaus reagierte damit auf eine Aussage des früheren Hamburger Bürgermeisters Ole von Beust (CDU), wonach die CDU immer noch als Partei des Verbrennungsmotors, des Schweinenackensteaks und des Arbeitens bis zum Umfallen gelte. Die „Bams“-Journalisten hatten den Unions-Fraktionsvorsitzenden gefragt, was er von von Beusts Statement halte und dass es nicht als Kompliment gemeint gewesen sei.

Brinkhaus hält die Förderung der Wirtschaft zudem derzeit für wichtiger als die Sozialpolitik. „Ich kann Sozialpolitik nur machen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind“, sagte er bei einer Klausur der CDU Niedersachsen am Samstag in Walsrode. Ohne Frieden, wirtschaftlichen Erfolg, einen verlässlichen Rechtsstaat und eine intakte Umwelt gebe es auch Probleme im sozialen Bereich. „Dementsprechend müssen wir jetzt die ersten Dinge zuerst machen“, sagte Brinkhaus. „Wir müssen jetzt auch mal wieder dran denken, das Land zukunftsfest zu machen, nach vorne zu schauen und das Geld zu erwirtschaften, was wir dann in 10 oder 20 Jahren brauchen.“

RND/dpa/cz