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Vorsitzender der Werteunion, Alexander Mitsch. Quelle: imago images/vmd-images

Werteunion-Chef Mitsch bekommt offenbar “Hass-Schreiben”

Die ultrakonservative Werteunion steht vor allem in der CDU massiv in der Kritik. Nun spricht der Vorsitzende Alexander Mitsch von Bedrohungen. In seinem Briefkasten finde er “Hass-Schreiben mit Andeutung von Waffengewalt”.

Stuttgart. Dem Vorsitzenden der konservativen Werteunion, Alexander Mitsch, ist nach eigenen Angaben Gewalt angedroht worden. In den Briefkasten seines Privathauses seien „Hass-Schreiben mit Andeutung von Waffengewalt“ eingeworfen worden, teilte die Werteunion am Mittwoch mit. Polizei und Staatsschutz gingen demnach von einer ernsten Bedrohung durch Linksextremisten aus. Mitsch wohnt im Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg.

Die Gewaltandrohung sei der vorläufige Höhepunkt einer in der Geschichte der Bundesrepublik “bislang einzigartigen Hetzkampagne gegen einfache, rein ehrenamtlich tätige Mitglieder von CDU und CSU”, heißt es in der Mitteilung. Vergangene Woche erst hatte der Bundessprecher der Werteunion, der Kölner Anwalt Ralf Höcker, wegen Bedrohungen alle seine politischen Ämter niedergelegt.

Die Werteunion sieht sich als Vertretung der konservativen Strömung in der Union. Sie ist als Verein organisiert und keine offizielle Parteigliederung der CDU. Nach Angaben Mitschs hat sie rund 4500 Mitglieder. Die Werteunion steht zurzeit auch in der Union massiv in der Kritik. Ihr wird Nähe zur AfD vorgeworfen.

RND/dpa