Aktuell
Home | Nachrichten | Politik | Palästinensischer Terrorist an Gaza-Grenze getötet
Israelische Panzer nahe der Grenze zum Gazastreifen. (Archivbild) Quelle: picture alliance/dpa

Palästinensischer Terrorist an Gaza-Grenze getötet

Seit Veröffentlichung des Trump-Plans für Nahost kommt es vermehrt zu Attacken von Palästinensern. An der Grenze zum Gazastreifen hat Israels Militär nun nach eigenen Angaben einen Angriff vereitelt und einen Terroristen getötet. Am Samstag war bereits ein Angreifer mit einem Messer in der Hand in Jerusalem erschossen worden.

Tel Aviv/Gaza. Israelische Soldaten haben am Sonntag an der Grenze zum Gazastreifen einen palästinensischen Angreifer getötet. Die Terrororganisation Islamischer Dschihad teilte mit, es handele sich um ein Mitglied ihres bewaffneten Flügels. Bei dem Vorfall sei ein zweiter Palästinenser verletzt worden, berichteten Augenzeugen. Die israelische Armee veröffentlichte Videoaufnahmen und sprach von einer “Terroreinheit” des Islamischen Dschihad, die in den vergangenen Monaten an zwei ähnlichen Angriffen beteiligt gewesen sei. Am Samstag war in Jerusalems Altstadt ein weiterer Palästinenser erschossen worden, als er Polizisten mit einem Messer angreifen wollte.

Nach dem Vorfall an der Gaza-Grenze teilte die israelische Armee mit: „Israelische Truppen haben zwei Terroristen entdeckt, die sich dem Sicherheitszaun im südlichen Gazastreifen genähert und in seiner Nähe einen Sprengsatz gelegt hatten.“ Die Soldaten hätten das Feuer eröffnet und „einen Treffer verzeichnet“.

Israel hatte 2007 eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Maßnahme mit Sicherheitserwägungen. Rund zwei Millionen Einwohner leben unter sehr schlechten Bedingungen in dem Küstenstreifen am Mittelmeer. Die dort herrschende Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahnen geschrieben.

Versuchter Messerangriff in Jerusalem

In der Jerusalemer Altstadt wurde am Samstag ein palästinensischer Angreifer bei seiner eigenen Attacke erschossen. Der Mann sei mit einem Messer in der Hand auf Polizisten nahe dem Juden und Muslimen heiligen Tempelberg zugerannt, teilte die Polizei mit. Die Polizisten hätten ihn aufgefordert anzuhalten. Er habe sich weiter genähert, die Polizisten hätten daraufhin auf ihn geschossen und ihn getötet. Eine Frau in der Nähe sei von Geschosssplittern leicht verletzt worden.

Seit der Vorstellung des amerikanischen Nahost-Plans im vergangenen Monat ist die Lage im Heiligen Land angespannt. Anfang Februar kam es zu mehreren Anschlägen in Jerusalem. Bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten im besetzten Westjordanland wurden zudem mindestens vier Palästinenser getötet.

US-Präsident Donald Trump hatte Ende Januar einen Plan vorgestellt, der den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern lösen soll. Der Plan stieß international auf ein geteiltes Echo, weil er die Palästinenser zu erheblichen Zugeständnissen an Israel zwingt. Gleichzeitig würde er Israel die Annexion des Jordantals und von Siedlungen erlauben. Ein Palästinenserstaat wäre mit harten Auflagen verbunden und der Traum der Palästinenser von einer Hauptstadt im historischen Ost-Jerusalem zunichte gemacht.

RND/dpa