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"Ruhezone Abitur Kein Durchgang" steht auf einer Absperrung in einer Schule. Quelle: Ole Spata/dpa

Corona-Krise: Hamburger Schülervertreter lehnen reguläre Prüfungen ab

Die Kultusminister der Länder hatten in der vergangenen Woche beschlossen, die Schulabschlussprüfungen doch nicht abzusagen. Die SchülerInnenkammer Hamburg kritisiert die Entscheidung scharf. Sie hat stattdessen einen anderen Vorschlag.

Hamburg. Die SchülerInnenkammer Hamburg hat sich wegen der Corona-Pandemie gegen die reguläre Anhaltung des Abitur und der Prüfungen zum ersten allgemeinbildenden und mittleren Schulabschluss ausgesprochen. Nach Ansicht der Schülervertreter sollen die Hamburger Abiturienten die Wahl haben, ob sie die Prüfungen regulär schreiben wollen oder ob sie die Vor-Abiturklausuren oder ihre Durchschnittsnote als Abiturklausur werten lassen wollen. Die Prüfungen zum ersten allgemeinbildenden Schulabschluss und mittleren Schulabschluss müssten verschoben werden.

Schüler befürchten hohes Ansteckungsrisko

“Es ist unser Ansicht nach unverantwortlich das Abitur in der jetzigen Situation regulär in Hamburg durchzuführen”, sagte der Landesvorsitzende der SchülerInnenkammer Hamburg, Henry Behrens. Durch die hohe Anzahl an Infizierten mit zum Teil sehr milden Symptomen könne trotz Sicherheitsmaßnahmen nicht sichergestellt werden, dass die Schüler sich nicht gegenseitig ansteckten. Das Risiko treffe vor allem Schüler, die selbst zu Risikogruppen gehören oder direkten Kontakt zu Personen aus Risikogruppen haben.

Die Kultusminister der Länder hatten in der vergangenen Woche beschlossen, die Schulabschlussprüfungen nicht abzusagen.

RND/dpa