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Prof. Dr. Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, bei einer Pressekonferenz zur Corona-Krise in Berlin. Quelle: imago images/photothek

RKI-Chef Wieler: Zu viele Menschen halten sich nicht an Corona-Schutzmaßnahmen

Die Zahl der Corona-Fälle steigt auch in Deutschland weiter an. Die Pandemie werde noch einige Monate unterwegs sein, erklärte der Leiter des Robert Koch-Instituts, Lothar H. Wieler, am Dienstag. Noch immer würden sich zu viele Menschen nicht an Schutzmaßnahmen halten.

Berlin. In Deutschland sind laut aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) bislang 61.913 Personen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 infiziert worden (Stand: 31.03. 0 Uhr). Das sind 4615 mehr, als am Vortag. Die Zahl der offiziell gemeldeten Todesfälle ist um 74 auf insgesamt 583 gestiegen, wie RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstagmorgen in einer Pressekonferenz mitteilte. 16.100 an Covid-19 erkrankte Menschen seien in Deutschland bislang wieder genesen. Das sei die gute Nachricht, sagte Wieler. Noch immer hielten sich jedoch zu viele Menschen nicht an die gebotenen Schutzmaßnahmen.

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Wieler: Bleiben Sie zu Hause

“Die Pandemie läuft weiter und wird noch einige Monate unterwegs sein”, erklärte der Instituts-Chef. “Ich möchte alle Menschen bitten, die Krankheit ernst zu nehmen und die Abstandsgebote zu beachten.” Laut einer aktuellen Studie würden viele Menschen zwar über die richtigen Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus Bescheid wissen, sie jedoch selbst nicht konsequent befolgen. “Rund 90 Prozent wissen, dass sie zu Hause bleiben sollen, wenn sie krank sind. Aber lediglich 77 Prozent tun es auch”, erklärte Wieler. 89 Prozent wüssten außerdem, dass sie sich bei Symptomen in Selbstquarantäne begeben sollen, lediglich 63 Prozent würden es jedoch auch tun.

Wieler empfahl weiterhin das Tragen von Mundschutz in der Öffentlichkeit. Es müsse zwischen Atemschutzmasken, die vor allem von medizinischem Personal getragen werden, und die den Träger selbst vor einer Ansteckung schützen, und “Mund-Nasen-Schutz” unterschieden werden. Letztere schützen nicht den Träger selbst, sondern umstehende Personen. “Damit schützt man das Gegenüber. Das empfehlen wir seit Anfang an und auch weiter”, sagte Wieler. Auch ein selbstgenähter Mund-Nasen-Schutz halte Tröpfen zurück, wenn man niest. “Deshalb ist er für den Schutz anderer sicher von Relevanz.”

RND/fh