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Zwei Pflegerinnen gehen im Bundeswehrkrankenhauses in Ulm an dem Schriftzug "Intensiv" vorbei. Quelle: Felix Kästle/dpa

WHO prangert an: Weltweit fehlen rund 5,9 Millionen Pflegekräfte

Allerorts werden Pflegekräfte für ihren Kampf gegen das Coronavirus beklatscht. Doch das Personal ist rar: Weltweit sind knapp sechs Millionen Pflegestellen unterbesetzt. Im Zuge der Corona-Krise fordert die WHO eine rasche Aufstockung und bessere Arbeitsbedingungen für die Pfleger.

Genf. Angesichts der Corona-Pandemie und anderer Gesundheitskrisen haben die UN eine zügige Aufstockung des Pflegepersonals verlangt. Weltweit fehlten rund 5,9 Millionen Pflegekräfte in Krankenhäusern, Heimen und sonstigen Einrichtungen, warnte die Weltgesundheitsorganisation am Dienstag in Genf.

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Zum Weltgesundheitstag am 7. April betonte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus, dass die Pflegekräfte das Rückgrat jedes Gesundheitssystems bildeten. Im Kampf gegen die Atemwegserkrankung Covid-19 wirkten sie an der Frontlinie und riskierten ihr eigenes Leben. Rund 90 Prozent des Personals sei weiblich, hieß es.

Viele Pflegekräfte arbeiten in prekärer Beschäftigung

Tedros erklärte, dass die größten personellen Lücken bei den Pflegediensten in Afrika, Südost-Asien, im Nahen und Mittleren Osten sowie in Teilen Lateinamerikas klafften. Weltweit bezifferte Tedros die Zahl der Pflegekräfte auf knapp 28 Millionen.

Zwar habe sich in den vergangenen Jahren die Zahl der Kräfte um einige Millionen erhöht, das Plus reiche aber nicht aus. Die Regierungen müssten mehr Geld in die Ausbildung der Pflegekräfte investieren und dem Personal sichere und fair bezahlte Stellen anbieten. Die WHO wurde am 7. April 1948 gegründet. Zur Erinnerung daran wird der Weltgesundheitstag begangen.

RND/epd