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Der bulgarische Konsul in Den Haag ist wegen einer nicht rechtmäßig abverlangten “Coronavirus-Gebühr” entlassen worden. Er verlangte ein Eintrittsgeld von zehn Euro. Quelle: Monika Skolimowska/zb/dpa

“Coronavirus-Gebühr”: Bulgariens Konsul in Den Haag gefeuert

Eintrittsgelder für den Besuch eines Konsulats bezahlen zu müssen, ist ungewöhnlich. Der bulgarische Konsul in Den Haag verlangte von Besuchern eigenmächtig eine “Coronavirus-Gebühr”. Dafür wurde er nun entlassen.

Sofia. Korruption in Zeiten der Corona-Krise: Der bulgarische Konsul in Den Haag ist wegen einer nicht rechtmäßig abverlangten “Coronavirus-Gebühr” entlassen worden. Der Diplomat habe verlangt, dass Besucher des Konsulats aus den Niederlanden sowie aus anderen Staaten ein von ihm wegen der Corona-Pandemie erfundenes Eintrittsgeld für das Konsulat in Höhe von zehn Euro pro Person zahlten. Bulgaren habe er zum halben Preis eingelassen, teilte das Außenministerium in Sofia am Dienstag mit.

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Diese Praxis sei völlig unvereinbar mit dem bulgarischen diplomatischen Dienst, erläutert das Ministerium. Gegen den Konsul wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Es war vorerst unklar, wie viele Personen die rechtswidrige Gebühr bezahlt haben sowie wofür der Konsul das Geld verwendet hat.

RND/dpa