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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister von Hamburg und Regierungssprecher Steffen Seibert. Quelle: Michael Sohn/Pool-AP/dpa

Corona-Lockerungen: So gehen die Bundesländer jetzt vor

Nach der Videoschalte von Bund und Ländern in der vergangenen Woche geht es nun Schlag auf Schlag. Viele Bundesländer lockern weiter fleißig die Corona-Beschränkungen. Ein Überblick über die Änderungen in den einzelnen Ländern.

Hannover/Berlin. So rasant Bund und Länder im März das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben heruntergefahren haben, so schnell fahren sie es nun wieder hoch. Schon in den vergangenen Tagen hatten einige Bundesländer Kurs auf Lockerungen der Beschränkungen genommen.

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Nach der Videoschalte zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten am 6. Mai geht es nun mit Tempo weiter. Die wichtigsten der Änderungen, die größtenteils ab dem 11. Mai gelten, im Überblick:

Corona-Lockerungen in Bremen

Ab 1. Juni werden alle Vorschulkinder wieder in Kitas kommen. Ab 18. Mai werden die Klassen 1-3 wieder schrittweise in die Grundschulen geholt.

Restaurantbesuche sind ab 18. Mai möglich. Gästelisten mit Namen und Kontaktdaten sind Pflicht. Auch Hotels und Ferienwohnungen dürfen ab dem 18. Mai öffnen. Ebenso gelockert wurden die Kontaktbeschränkungen. Es können sich mehrere Angehörige aus zwei Haushalten im öffentlichen Raum treffen. Versammlungen müssen müssen genehmigt und können zum Infektionsschutz behördlich verboten, beschränkt oder mit Auflagen versehen werden.

Museen können wieder öffnen, Kinos bleiben weiter zu.

Corona-Lockerungen im Saarland

Seit dem 4. Mai sind die Schulen für die Abschlussklassen geöffnet. Familienangehörige, die nicht im gleichen Haushalt leben, dürfen sich wieder treffen. Generell dürfen sich drinnen wie auch draußen Angehörige aus bis zu zwei Haushalten treffen. Auch Museen, Zoos, Freizeitparks sowie Sport- und Spielplätze können unter Auflagen geöffnet werden. Das Gleiche gelte für Friseure, Kosmetiker und Piercing- oder Tattoostudios. Gottesdienste sind ebenfalls wieder möglich. Für Kinos gibt es noch keine Angaben.

Versammlungen im Sinne des Versammlungsgesetzes unter freiem Himmel sind unter besonderen Auflagen wieder erlaubt, wenn die Hygienevorschriften eingehalten werden können.

In Kitas und Schulen soll es spätestens bis zu den Sommerferien „wieder einen möglichst regulären Betrieb geben“.

Gaststätten und Hotels können vom 18. Mai an unter Auflagen wieder öffnen. Laut Beschluss der Landesregierung dürfen unter anderem Restaurants, Kneipen, Cafés und Kantinen öffnen, jedoch Diskotheken, Clubs und Shisha-Bars nicht. Die Öffnungszeiten sind auf 6 Uhr bis 22 Uhr begrenzt.

Bei Hotels soll vom 18. Mai an der normale touristische Betrieb wieder möglich sein – im Rahmen geltender Beschränkungen. Um das Infektionsrisiko weiter zu minimieren, müssen sich Betriebe demnach an eine gestaffelte Maximal-Belegung halten. Je nach Infektionszahlen soll dann vom 2. Juni 2020 an eine Vollauslastung möglich sein.

Für Gastronomie und Beherbergungsbetriebe werden noch Hygieneauflagen erarbeitet – zum Beispiel 1,50 Meter Mindestabstand oder Bedienung nur am Tisch. Um Infektionsketten nachzuverfolgen, kann eine Reservierung dienen, oder – etwa bei spontanem Restaurantbesuch – ein Kontaktdatenblatt vor Ort ausgefüllt werden. Der Corona-Verordnung zufolge ist es erlaubt, dass die Angehörigen des eigenen Haushalts mit einem weiteren Haushalt an einem Tisch sitzen.

Corona-Lockerungen in Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz plant weitreichende Lockerungen – Schritt für Schritt: Das Besuchsverbot in Heimen im Land wurde bereits gelockert. Bewohner dürfen künftig einmal am Tag eine Stunde Besuch empfangen und auch das Gelände in Begleitung verlassen. Vorgesehen sind zudem umfangreichere Tests von Heimbewohnern und -personal auf das neue Coronavirus.

Künftig sollen sich überdies Menschen aus bis zu zwei Haushalten treffen dürfen. Zwei Familien nannte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nach einer Bund-Länder-Schalte am Mittwoch als Beispiel.

Die Kitas sollen bis zu den Sommerferien bei Bedarf für alle Kinder geöffnet werden. Bis Anfang Juli werde der Betrieb in den Kindertagesstätten erweitert “für alle, die das möchten und deren Eltern das möchten”, sagte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD).

Die Schulen werden zum 25. Mai für die dritten, fünften und sechsten Klassen geöffnet. Am 8. Juni folgen die übrigen: die Klassen eins, zwei, sieben, acht und neun. Mitte Juni sollen alle Schüler wieder in der Schule sein und nach einem rollierenden System unterrichtet werden. Bereits zum 18. Mai sei für weitere Klassen der Berufsbildenden Schulen eine Rückkehr zum Präsenzunterricht vorgesehen.

Gaststätten dürfen seit Mittwoch wieder unter Auflagen öffnen, unter anderem sind Öffnungszeiten beschränkt und Sitze an Theken für Gäste tabu. Hotels, Ferienhäuser und Campingplätze für Kunden mit eigenen sanitären Einrichtungen sollen fünf Tage später am 18. Mai öffnen dürfen. Sie müssen auch die Schutzmaßnahmen einhalten. Gleiches gilt für Familienferienstätten oder Jugendherbergen.

Die Landesmuseen dürfen wieder besichtigt werden. Das selbe gilt für die Römerbauten in Trier, die Burg Trifels, die Hardenburg in Bad Dürkheim und die Festung Ehrenbreitstein sowie das Schloss Stolzenfels in Koblenz. Die KZ-Gedenkstätten in Osthofen und Hinzert sind bereits ab dem 12. Mai wieder öffentlich zugänglich. Kinos sind dagegen weiterhin geschlossen.

Außenveranstaltungen mit maximal 100 Menschen werden in Rheinland-Pfalz ab dem 27. Mai wieder möglich. Das teilte die Staatskanzlei in Mainz am Mittwoch mit. Vom 10. Juni an werde die Personenbegrenzung auf 250 angehoben. Etwas später werden Lockerungen für Innenveranstaltungen greifen. Diese sind den Angaben zufolge ab 10. Juni mit bis zu 75 Menschen wieder möglich, ab dem 24. Juni dürfen es dann drinnen bis zu 150 Menschen sein. Weiterhin untersagt sind währenddessen Volks- oder Weinfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern oder auch größere Konzerte.

Auch Kinos dürfen in Rheinland-Pfalz am 27. Mai unter Auflagen wieder öffnen. Vom gleichen Tag an sollen die Menschen auch Theater, Opern, Konzerthäuser und Kleinkunstbühnen wieder besuchen können.

In der Diskussion um Grenzöffnungen zwischen Rheinland-Pfalz und benachbarten Staaten werden die Rufe nach Lockerungen lauter. In einer gemeinsamen Erklärung setzen sich die Ministerpräsidentin Dreyer, die Vize-Präsidentin des Europäischen Parlaments, Katarina Barley, und der Trierer Oberbürgermeister, Wolfram Leibe (alle SPD), für eine umgehende Aufhebung der Kontrollen und Schließungen entlang der Grenze zu Luxemburg und Frankreich ein – natürlich unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsgebote, wie es hieß.

Corona-Lockerungen in Baden-Württemberg

Der Grünen-Ministerpräsident Winfried Kretschmann mahnt seit Tagen zu Geduld, dennoch erarbeitete auch Baden-Württemberg nun einen Lockerungsplan. Nach Gottesdiensten, Zoos und Friseuren sollen in den kommenden Wochen weitere Bereiche gelockert werden. Kretschmann hat ein Ampelsystem angekündigt, mit dem von grün bis rot Bereiche des öffentlichen Lebens nach der Corona-Infektionsgefahr unterteilt werden. Nach dem Entwurf soll nicht nur die Außengastronomie, sondern auch der Innenbereich von Speisewirtschaften noch im Mai wieder öffnen dürfen.

Inzwischen steht fest: Speiselokale dürfen vom 18. Mai an wieder öffnen. Ferienwohnungen können am 18. Mai wieder öffnen, Hotels vom 29. Mai an.

Der Aufenthalt draußen ist auch mit Angehörigen eines weiteren Haushalts gestattet. In privaten Räumen sind Treffen mit Geschwistern und deren Familien sowie Personen aus einem weiteren Haushalt möglich.

Versammlungen sind erlaubt – mit Auflagen zur Sicherstellung des Infektionsschutzes – etwa zu Abständen oder Höchstteilnehmerzahlen.

Viele Schüler gehen bereits wieder zur Schule. Mitte Juni sollen dann alle Schüler zumindest zeitweise wieder Präsenzunterricht erhalten. Am 18. Mai sollen die Kitas für bis zu 50 Prozent der Kinder geöffnet werden.

Freiluft-Ausflugsziele mit Einlasskontrolle sowie kontaktarme Freizeitangebote wie Minigolf sollen gemäß dem Entwurf des Staatsministeriums vor Pfingsten in Baden-Württemberg wieder erlaubt sein. Ab Pfingsten sollen dann Fitnessstudios, Tanzschulen, Besucherzentren und Freizeitparks folgen. Schon jetzt können die Menschen wieder Zoos und Museen besuchen. Kinos bleiben geschlossen.

Auch Freizeit-Fußballer dürfen in Baden-Württemberg im Zuge der Lockerungen für den Breitensport mit strengen Auflagen wieder auf den Rasen zurückkehren. In Kleingruppen werde etwa ein Zirkeltraining oder Torschusstraining erlaubt, kündigte das Kultusministerium an. Spielsituationen mit Körperkontakt sind aufgrund der Coronavirus-Krise weiter untersagt.

Die Lockerungen unter strengen Hygiene- und Abstandsauflagen für den Breitensport im Freien gelten ab dem 11. Mai. Darunter fallen unter anderem auch Leichtathletik, Golf, Tennis, Reiten, Segeln, Klettern, Kanusport und Sportschießen.

Corona-Lockerungen in Bayern

Bayerns Ministerpräsident galt lange als Mahner, nun hat auch er einen Lockerungsplan vorgestellt. So ist der Besuch der engeren Familie ab 6. Mai erlaubt. Konkret heißt das, neben Ehegatten und Lebenspartnern dürfen sich auch Großeltern, Eltern, Kinder und Geschwister wieder sehen – Verwandte in gerader Linie, heißt es in der Rechtsverordnung.

Aber es geht auch ohne Familie: Bereits vom 8. Mai an dürfen sich wieder mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen – und zwar sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum. Ab 9. Mai ist zudem der Besuch von Verwandtschaft in Pflegeheim und Krankenhaus möglich.

Am 11. Mai öffnen alle Geschäfte sowie Zoos, Bibliotheken und Museen. Allerdings müssen die Händler und Verantwortlichen sicherstellen, dass die Kunden und Besucher 1,5 Meter Abstand wahren können und dass es nicht zu voll wird. Auf 20 Quadratmeter Verkaufsfläche etwa darf nur ein Kunde kommen – mit Maske. Ab 18. Mai dürfen Außenbereiche von Speiselokalen geöffnet werden. Ab 25. Mai können Restaurants auch drinnen servieren. Bei Hotels und Ferienwohnungen wird eine Öffnung bis zum 30. Mai angestrebt.

Nach den Abschlussklassen sind am 11. Mai Schüler zurückgekommen, die nächstes Schuljahr Prüfungen ablegen. An den Gymnasien kehren die Elftklässler zurück, an den Realschulen die Jugendlichen der neunten Klassen und an den Mittelschulen die Achtklässler. Auch Viertklässler dürfen am 11. Mai in die Grundschule, bis Mitte Juni sollen alle anderen folgen, wenn es das Infektionsgeschehen zulässt. Präsenzphasen sollen sich mit Lernen zu Hause abwechseln.

Museen, Galerien, Ausstellungen und Gedenkstätten dürfen am 11. Mai ebenfalls wieder öffnen. Besucher sollten sich aber vorher über Öffnungszeiten informieren, denn viele Museen etwa haben montags regulär zu. Das Haus der Kunst und das Deutsche Museum beispielsweise aber öffnen ab Montag. Tickets sollte man in der Regel vorher online kaufen. Das gilt auch etwa für einen Besuch im Zoo, denn überall wird nur eine bestimmte Anzahl an Menschen zugelassen. Kinos bleiben geschlossen.

Aber Bücherfans können sich freuen: Ab 11. Mai sind die Bibliotheken geöffnet. Noch nicht sicher ist, ob alle bis dahin die Auflagen aus dem Hygienekonzept der Staatsregierung umsetzen konnten.

Sogenannter kontaktloser Einzelsport wie Tennis, Leichtathletik, Golf und Segeln ist wieder erlaubt, auch weil das vor allem im Freien ausgeübt wird. Aber Reitunterricht in der Halle ist den Angaben nach ebenso möglich. Training und Wettkämpfe in Mannschaftssportarten wie etwa dem Amateurfußball sind hingegen weiterhin tabu.

Und obwohl Schwimmbäder geschlossen bleiben müssen, sind Kneipp-Kuren wieder erlaubt: Öffentliche Kneippanlagen dürfen laut dem Kneipp-Bund vom 11. Mai an wieder öffnen. Auch hier gelten die allgemeinen Kontaktbeschränkungen.

Wirts- und Biergärten dürfen seit 18. Mai öffnen – also zunächst nur Gastronomie-Außenbereiche. Um 20.00 Uhr muss zugesperrt werden. Laut Branchenverband Dehoga dürfen Personen aus zwei Hausständen beisammensitzen. Ansonsten gilt der Mindestabstand von 1,50 Metern. Das Servicepersonal muss Mundschutz tragen. Gäste dürfen den ansonsten vorgeschriebenen Mundschutz am Tisch aber ablegen.

Erst eine Woche später, also ab 25. Mai, dürfen die Wirte dann die Innenbereiche öffnen – bis 22.00 Uhr. Beherbergungsbetriebe müssen sich voraussichtlich noch bis zum Pfingstwochenende gedulden.

An den Schulen geht es ab 25. Mai auch für die unteren Klassen wieder los: für Erstklässler, die fünften Klassen der Mittelschulen und die fünften und sechsten Klassen an Realschulen und Gymnasien. An den Wirtschaftsschulen dürfen, je nach Art, die achte, die siebte oder auch die sechste Jahrgangsstufe zurück.

Corona-Lockerungen in Thüringen

Haareschneiden, Färben, Gesichtsmassagen und Augenbrauenzupfen: In Thüringen haben Friseure und Kosmetiker seit 4. Mai wieder geöffnet. Auch Spielplätze, Musikschulen, Bibliotheken und Fahrschulen können die Arbeit wieder aufnehmen – unter Einhaltung von besonderen Hygieneauflagen. Seit dem 7. Mai dürfen Kinder mit besonderem Förderbedarf wieder zur Schule kommen.

Seit Mittwoch können sich zudem die Mitglieder von zwei Haushalten treffen. Seit 13. Mai sind unter anderem Demonstrationen ohne Beschränkungen der Teilnehmerzahl möglich.

Gottesdienste wie auch Demonstrationen sind in Thüringen bereits seit dem 23. April unter beschränkter Teilnehmerzahl wieder möglich. Gaststätten und Hotels auch wieder öffnen. Die Regelung gelte auch für Campingplätze, Ferienwohnungen und -häuser sowie vergleichbare Angebote. Voraussetzung sei, dass die Hygiene- und Abstandsregelungen eingehalten würden.

Nach Plänen des Bildungsministeriums soll die Notbetreuung in den noch bis Anfang Juni geschlossenen Kindergärten ab 18. Mai erweitert werden – auf alle Kinder im letzten Kita-Jahr vor der Einschulung und deren Geschwister. Ab 2. Juni dann soll es einen eingeschränkten Regelbetrieb in den Kindergärten unter bestimmten Voraussetzungen geben. In jeder Kindergartengruppe sollen nicht mehr als zehn Kinder sein. Ab 16. Juni muss jedem Kind die Teilnahme am eingeschränkten Regelbetrieb ermöglicht werden, teilte die Thüringer Staatskanzlei mit.

Auch das Schwimmen im Freien soll in Kürze in Thüringen wieder erlaubt sein. Vom 1. Juni an können Freibäder sowie Badeseen wieder öffnen. Auch Fitnessstudios können zu diesem Zeitpunkt den Betrieb wieder aufnehmen, wenn wie in anderen Einrichtungen auch die nötigen Schutz- und Hygienekonzepte zur Verringerung der Infektionsgefahr vorliegen. Mindestens bis zum 5. Juni geschlossen bleiben Hallenbäder, Saunen, Thermen, Kinos und Diskotheken.

Museen dürfen öffnen, für Kinos gibt es noch keinen Öffnungstermin.

Die neue Thüringer Schutzverordnung sieht außerdem vor, dass Kommunen weitgehend eigenständig über weitere Lockerungen entscheiden sollen. Seit dem 6. Mai schon hatte Weimar als erste größere Stadt Thüringens Gastwirten erlaubt, wieder Gäste im Freien zu bewirten. Eine Bedienung am Platz ist wegen der geltenden Corona-Bestimmungen noch nicht möglich. Auch die regelmäßige Desinfektion von Tischen und Stühlen ist vorgeschrieben.

Corona-Lockerungen in Sachsen

In Sachsen galt die Maskenpflicht zuerst, nun ist das Land auch bei den Lockerungen vorn dabei. Die ersten Schüler waren bereits am 20. April an die Schulen zurückgekehrt. Sachsen hat zudem am Dienstag, 12. Mai, weitreichende Lockerungen der Beschränkungen der Corona-Krise beschlossen. Bereits von Montag an und nicht erst ab 18. Mai öffnen Kindertagesstätten und Schulen wieder vollständig.

Es können sich wieder zwei Hausstände treffen. Auch sind Kundgebungen nicht mehr auf eine bestimmte Anzahl von Teilnehmern begrenzt.

Beherbergungsbetriebe wie Hotels und Ferienwohnungen dürfen ebenso wieder öffnen. Auch Kneipen, Biergärten und Restaurants dürfen in Sachsen ab dem 15. Mai unter strengen Hygiene-Auflagen wieder öffnen.

Sachsens Kitas und Grundschulen sollen vom 18. Mai an im eingeschränkten Regelbetrieb für alle Kinder öffnen. Schüler an weiterführenden Schulen sollen vom 18. Mai an zumindest teilweise wieder an den Schulen unterrichtet werden.

Auch Tanzschulen, Fitness- und Sportstudios, Spielbanken, Spielhallen, Wettannahmestellen sowie Freizeit- und Vergnügungsparks dürfen wieder öffnen, wenn sie ein genehmigtes Hygienekonzept vorlegen. Sportstätten können im Innen- und Außenbereich genutzt werden. Geschäfte dürfen nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes in Bautzen ab sofort wieder ohne Flächenbegrenzung auf 800 Quadratmeter öffnen.

In Sachsen dürfen seit dem 4. Mai neben Friseuren auch Kosmetiksalons wieder öffnen, ebenso Museen, Bibliotheken, Zoos und botanische Gärten. Spielplätze dürfen unter Hygieneauflagen wieder öffnen. Kinos sind noch geschlossen.

Corona-Lockerungen in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt hatte bislang nur wenige Corona-Fälle und gibt bei den Lockerungen das Tempo vor. Seit dem 4. Mai dürfen sich wieder Gruppen von bis zu fünf statt zwei Menschen treffen – bei Einhaltung des Mindestabstands.

Bis zum Start der Pfingstferien am 18. Mai sollen alle Klassenstufen für mindestens einen Tag zum direkten Austausch mit ihren Lehrern in die Schulen zurückkehren. Bei Kitas werden Modelle diskutiert, in denen Kinder abwechselnd in die Kita kommen.

Demonstrationen sind möglich, wenn die Versammlungsbehörde sie zusammen mit dem Gesundheitsamt erlaubt. Eine pauschale Höchstgrenze für Teilnehmer gibt es nicht.

Ferienwohnungen dürfen wieder öffnen, Hotels sollen – zunächst für Gäste aus dem eigenen Land – am 22. Mai folgen. Kurz darauf sollen auch Besuche aus anderen Regionen möglich sein.

Die Restaurants dürfen am 22. Mai wieder öffnen – per Sondergenehmigung vom Kreis auch schon am 18. Mai.

Museen sind wieder geöffnet, Kinos sind noch geschlossen.

Corona-Lockerungen in Berlin

Auch in Berlin darf die Gastronomie unter strengen Auflagen wieder öffnen. Hotels und Ferienwohnungen können ab dem 25. Mai öffnen.

Berlins Schulen haben seit dem 4. Mai wieder geöffnet, zunächst mit den Zehntklässlern. Bis Ende Mai sollen alle Schüler mit verringerter Stundenzahl in die Schulen gehen. Bis zum Sommer soll jedes Kita-Kind wieder ein Betreuungsangebot erhalten.

Das Kontaktverbot wird gelockert, Abstandsregeln bleiben aber. Erlaubt sind ab 9. Mai private Zusammenkünfte von Angehörigen zweier Haushalte – wenn 1,5 Meter Mindestabstand gewahrt werden. Das gilt nicht nur im öffentlichen Raum oder in Gaststätten, sondern auch in der Wohnung oder im Kleingarten.

Ab 18. Mai sind Versammlungen in geschlossenen Räumen mit bis 50 Teilnehmern wieder erlaubt. Ab 25. Mai dürfen an Versammlungen unter freiem Himmel bis zu 100 statt bisher 50 Personen teilnehmen. Dabei gilt weiter ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Auch Fahrschulunterricht soll in Berlin trotz der Corona-Epidemie wieder möglich sein – mit Masken.

Beim Sport ist in Berlin bald wieder vieles möglich. Das gilt vor allem für Aktivitäten zusammen mit anderen: Sportvereinen ist es wieder möglich, in Gemeinschaft Sport zu treiben mit einer Obergrenze von acht Teilnehmenden einschließlich Trainer.. Erlaubt ist das allerdings nur im Freien und für Sportarten ohne direkten Körperkontakt. Der Senat hat außerdem beschlossen, ab dem 25. Mai auch den Wettkampfbetrieb in solchen kontaktfreien Sportarten im Freien wieder zu ermöglichen. Voraussetzung sind entsprechende Hygienekonzepte.

Der Senat hat ebenfalls beschlossen, dass Strand- und Freibäder ab dem 25. Mai wieder geöffnet werden können. Außerdem sei entschieden worden, sogenannte Geisterspiele bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) wieder möglich zu machen. Das gilt auch für die Traningsmöglichkeiten der Profi-Mannnschaften wie Hertha BSC oder 1. FC Union.

Museen können wieder öffnen, Kinos müssen vorerst zu bleiben.

Corona-Lockerungen in Brandenburg

Seit dem 9. Mai dürfen unter strengen Auflagen alle Geschäfte und Spielplätze wieder geöffnet werden. Kontakte von zwei Hausständen sind erlaubt – zuhause und im Freien. Angehörige dürfen auch wieder Bewohner von Pflegeeinrichtungen besuchen.

Versammlungen mit bis zu 50 Menschen sind mit einer Ausnahmegenehmigung erlaubt.

Alle Brandenburger Kinder können ab 25. Mai bis zu den Sommerferien Ende Juni wieder in die Schule oder Kita gehen – zumindest tageweise.

Seit dem 15. Mai dürfen Gaststätten, Cafés und Kneipen wieder aufmachen – bei Abstandsregeln, Zugangslimits und eingeschränkten Öffnungszeiten von 6 Uhr bis 22 Uhr. Dauer- und Wohnmobilcamping ist bei eigenem Sanitärsystem möglich.

Bootsverleihe können öffnen. Vereinssportler können wieder im Freien trainieren, jedoch ohne Wettkämpfe. Hotels und Pensionen sollten – unter strengen Hygieneauflagen – erst am 25. Mai wieder aufmachen.

Museen können wieder öffnen, für Kinos gibt es noch keine Öffnungstermine.

Corona-Lockerungen in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern sind seit dem 9. Mai wieder Restaurantbesuche möglich – allerdings nur bis 21 Uhr und mit maximal sechs Erwachsenen pro Tisch. Ein Gast pro Tisch muss seine Daten hinterlassen. Am 18. Mai dürfen auch Hotels und Ferienwohnungen öffnen, allerdings nicht unter Volllast und zunächst nur für Einheimische.

Auch Camping soll dann – mit Abstand – wieder möglich sein. Ab 25. Mai dürfen auch Touristen aus anderen Bundesländern einreisen. Menschen aus deutschen Hochrisiko-Gebieten für die Covid-19-Erkrankungen dürfen aber auch nach dem 25. Mai nicht nach Mecklenburg-Vorpommern kommen.

Kosmetikstudios, Massagepraxen, Nagelstudios, Physiotherapeuten und ähnliche Anbieter dürfen ihren Betrieb aufnehmen.

Im öffentlichen und privaten Raum können sich mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen.

Seit dem 11. Mai dürfen die Einrichtungen der Kindertagespflege geöffnet werden. Eine Woche später dürfen die Kinder in die Kitas gehen, bei denen im Sommer der Schuleintritt ansteht. Ab dem 25. Mai beginnt der Einstieg in den eingeschränkten Regelbetrieb für alle Kinder in Kitas und Krippen.

Außen-Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen und Veranstaltungen im Innenbereich mit mehr als 200 Personen bleiben bis August verboten. Dafür werden ab 18. Mai Veranstaltungen mit 150 beziehungsweise 75 Personen erlaubt.

Museen können wieder öffnen, zu Kinos ist der 25. Mai im Gespräch.

Fahrschulen dürfen nach wochenlanger Schließung vom 11. Mai an wieder öffnen. Vom gleichen Tag an werden Strandkorbvermietungen wieder möglich sein – bei Einhaltung des Abstandsgebots. Auch Fahrgastschifffahrten und Bootsverleihe sollen vom 18. Mai an unter Auflagen wieder möglich sein.

Corona-Lockerungen in Hamburg

In Hamburg dürfen die Kinder wieder auf Spielplätzen spielen. Auch Gottesdienste sind wieder möglich. Zudem dürfen Museen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten wieder aufmachen. Alle Sportarten im Freien sind seit dem 13. Mai mit Abstand wieder möglich. Das bedeutet auch, dass alle Außensportanlagen wieder öffnen dürfen.

Die Hamburger Kitas sollen ab dem 18. Mai wieder schrittweise in einen eingeschränkten Regelbetrieb gehen. Als erste sollen die Fünf- und Sechsjährigen wieder betreut werden. Nach einer zweiwöchigen Beobachtungsphase könnten dann, wenn es keine Rückschläge bei den Neuinfektionen gebe, am 8. Juni die Viereinhalbjährigen folgen. In zwei weiteren Schritten sollen dann die Dreijährigen wieder betreut und letztlich auch die Krippenbetreuung ermöglicht werden.

Restaurants dürfen seit Mittwoch (13. Mai) unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln wieder öffnen. Restaurants und Lokale dürfen ihre Gäste drinnen und draußen bewirten.

Seit dem 13. Mai dürfen sich auch wieder Mitglieder zweier unterschiedlicher Haushalte treffen. Ab dem 18. Mai dürfen zudem Menschen in Hamburger Pflegeheimen unter strengen Auflagen wieder von Angehörigen besucht werden.

Versammlungen sind untersagt, unter freiem Himmel können Ausnahmen genehmigt werden.

Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern dürfen seit dem 13. Mai wieder öffnen. Allerdings dürfe pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche höchstens ein Kunde eingelassen werden. Hamburg erlaubt zudem den Betrieb von Autokinos wieder. Voraussetzung dafür sei die Einhaltungen der Abstandsgebote. Im Auto dürfen nur Personen aus dem eigenen Haushalt sitzen oder eine Person mit einer anderen Person.

Museen können wieder öffnen, Kinos bleiben erstmal zu.

Bis zum 31. Mai dürfen Fahrschulen laut Verordnung weder theoretischen noch praktischen Unterricht anbieten. Dagegen können Friseure und andere Geschäfte seit dem 4. Mai im Zuge der Lockerungsmaßnahmen wieder öffnen.

Corona-Lockerungen in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein kurbelt das öffentliche Leben zum 18. Mai in vielen Bereichen wieder kräftig an. Hotels, Restaurants, Ferienwohnungen, Fahrschulen und Fitnessclubs dürfen dann unter Auflagen wieder öffnen. Das Einreiseverbot für touristische und Freizeitzwecke entfällt ebenso wie das Betretungsverbot für Inseln und Halligen.

Auch die Kinos dürfen dann wieder öffnen. Gleiches gilt für die Spielhallen. Für beide gelten demnach deutlich reduzierte Besucherzahlen und 1,5 Meter Mindestabstand. Die Betreiber müssen zudem ein Hygienekonzept vorlegen.

Auch zum 18. Mai wird die Kita-Auslastung auf etwa 30 Prozent erweitert. Vorschulkinder und solche mit Förderbedarf dürfen wieder in die Kitas, wo es bisher nur Notbetreuungen gibt. Die maximale Gruppengröße steigt von fünf auf zehn Kinder. Vom 1. Juni an soll ein eingeschränkter Regelbetrieb gelten.

Es können sich sowohl im privaten wie auch im öffentlichen Raum mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen.

Veranstaltungen mit bis 50 Sitzplätzen werden wieder gestattet. Die Besucher müssen sich vorher registrieren. Versammlungen sind verboten, Ausnahmen aber möglich.

Corona-Lockerungen in Niedersachsen

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) reagierte lange zurückhaltend und kritisierte das Vorpreschen anderer Länder, Anfang der Woche stellte er dann einen umfassenden Öffnungsplan vor. Restaurants, Gaststätten und Cafés dürfen unter strengen Hygieneauflagen seit dem 11. Mai wieder einen Vor-Ort-Verzehr anbieten. Dabei dürfen sich künftig Personen aus zwei Haushalten treffen.

Auch Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen wieder an Gäste vermieten, allerdings nur mit einer Mindestbelegung von sieben Tagen. Im Handel dürfen alle Geschäfte unabhängig von ihrer Größe wieder öffnen. Auch Kosmetikstudios, Massagepraxen und Fahrschulen können ihre Dienste wieder anbieten.

Ab dem 25. Mai sollen auch Hotels unter Auflagen wieder Übernachtungen anbieten, allerdings gilt eine Wiederbelegungsfrist von mindestens sieben Tagen. Schon in dieser Woche dürfen auch Zweitwohnungsbesitzer wieder auf die Ostfriesischen Inseln.

Die Betreuungsmöglichkeiten werden ausgeweitet, allerdings in mehreren Stufen. Bereits vom 11. Mai an soll die Kindertagespflege in den regulären Betrieb zurückkehren, zuerst über einzelne Tagesmütter und -väter, vom 18. Mai an dann mit Großpflegestellen. Ebenfalls vom 18. Mai an soll die Betreuungsquote von zuletzt knapp sechs Prozent nach und nach auf bis zu 40 Prozent steigen. Die Rückkehr zum Regelbetrieb in den Kitas ist erst für den 1. August geplant.

Nach den Abschlussjahrgängen 4, 9/10 und 13 geht es am 11. Mai auch für die Stufe 12 zurück in die Schule. Eine Woche später folgen die Drittklässler und die Jahrgänge 9/10 ohne Abschlussprüfung. Ziel ist, dass Schritt für Schritt alle Klassen noch vor den Sommerferien wieder in die Schule gehen können.

Gottesdienste sind schon jetzt wieder möglich. Für Demonstrationen sind Ausnahmegenehmigungen drin. Freibäder sollen am 25. Mai unter Auflagen wieder öffnen dürfen.

Museen können wieder öffnen, Kinos sind geschlossen.

In den Pflegeheimen könne das geplante Einzelbesuchsrecht vorerst noch nicht umgesetzt werden, hieß es. In den meisten Heimen fehlten dafür noch Hygienekonzepte. Einige Heime hätten zwar bereits dem örtlichen Gesundheitsamt entsprechende Konzepte vorgelegt und damit Besuche ermöglicht. Die meisten Heimleitungen hätten der Landesregierung allerdings mitgeteilt, dass sie mit der Umsetzung noch nicht weit genug seien.

Corona-Lockerungen in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat sich früh für Lockerungen der Corona-Beschränkungen positioniert. 250.000 Schüler sind bereits wieder in der Schule. Die Vorschulkinder dürfen ab 28. Mai wieder in die Kindertagesstätten und die Tagespflege kommen. Ab Ende Mai sollen alle Schüler tageweise Präsenzunterricht erhalten, ab September soll es einen „eingeschränkten Regelbetrieb“ für alle Kita-Kinder geben.

Seit dem 11. Mai dürfen sich Angehörige von zwei Haushalten wieder treffen und auch ins Restaurant gehen. In Krankenhäusern, Pflege- und Behinderteneinrichtungen darf seit dem 11. Mai unter strengen Auflagen wieder Besuch empfangen werden. Schon am Dienstag hatte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) Besuchsregeln für Alten- und Pflegeheime ab Muttertag, dem 10. Mai, angekündigt.

Das Land hat alle öffentlichen Veranstaltungen und Versammlungen „bis auf weiteres“ verboten.

Unabhängig von ihrer Größe dürfen Geschäfte unter Auflagen zu Abstands- und Hygieneregeln seit 11. Mai wieder öffnen. Für “körpernahe Dienstleistungen” wie Massagestudios, Kosmetik- und Tattoo-Studios werden Infektionsschutzkonzepte noch erarbeitet.

Seit dem 11. Mai dürfen Gaststätten wieder öffnen. Die Erlaubnis gilt für den Innen- und den Außenbereich. Unter anderem müssen die Kontaktdaten eines jeden Besuchers registriert werden. Verboten sind weiterhin Buffets mit offenen Speisen. Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen seit 11. Mai unter Auflagen auch zu touristischen Zwecken wieder genutzt werden. Die Öffnung von Hotels und Pensionen für Touristen mit Wohnsitz in Deutschland ist ab dem 18. Mai vorgesehen.

Freizeitparks, Ausflugsschiffe, Fahrrad-und Bootsverleihe dürfen öffnen.

Museen sind offen. Theater und Kinos dürfen ab dem 30. Mai (Pfingstsamstag) unter Auflagen wieder Vorstellungen geben. Der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Besuchern muss gewährleistet werden. Seit 11. Mai dürfen Fitnessstudios, Tanzschulen und Sporthallen der Sportvereine unter strengen Auflagen wieder öffnen. Das gilt vom 20. Mai an auch für die Freibäder.

Schon seit dem 7. Mai erlaubt NRW wieder kontaktlosen Breitensport wie Tennis oder Golf und den Trainingsbetrieb im Freien. Voraussetzung ist die Einhaltung von 1,5 Metern Abstand zwischen den Sportlern. Ab dem 30. Mai dürfen Sportbegeisterte auch in Sparten mit unvermeidbarem Körperkontakt wieder ihren Sport ausüben. Das gilt auch für Sport in geschlossenen Räumen.

Corona-Lockerungen in Hessen

In Hessen sind neben Spielplätzen, Zoos, Gärten und Museen auch Hundesalons sowie Copyshops und Musikschulen wieder geöffnet. Auch Friseure, Kosmetik-, Nagel- und Tattoostudios sowie Massagepraxen dürfen wieder ihre Dienste anbieten.

Restaurants und andere Gaststätten in Hessen dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Pensionen, Privatzimmer und Hotels dürfen ebenfalls ihren Betrieb für den Tourismus wieder aufnehmen. Diskotheken und Tanzklubs bleiben aber vorerst weiter geschlossen. Aber auch Spielhallen, Casinos und Wettbüros dürfen wieder aufmachen.

Im öffentlichen Raum dürfen wieder Angehörige von zwei Haushalten gemeinsam unterwegs sein.

Seit dem 9. Mai besteht zudem die Möglichkeit, familiäre Betreuungsgemeinschaften aus bis zu drei Familien zu bilden. In einem ersten Schritt erweitert Hessen ab dem 11. Mai die Berechtigungen zur Teilnahme an der Notbetreuung. Vom 2. Juni an sollen die Kindertagesstätten im eingeschränkten Regelbetrieb wieder für alle Kinder öffnen.

Kitas sollen Anfang Juni allmählich in den eingeschränkten Normalbetrieb übergehen. Der Unterricht an den Schulen hat schrittweise wieder begonnen.

Veranstaltungen sind unter Auflagen erlaubt. Prinzipiell müssen Veranstaltungen bis 100 Personen grundsätzlich nicht mehr genehmigt werden, wenn ein Hygiene- und Abstandskonzept vorliegt.

Bisher untersagter Freizeitsport ist in Hessen seit 9. Mai an eingeschränkt wieder möglich. Er müsse kontaktfrei und mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen einzelnen Personen ausgeübt werden. Fitnessstudios können wieder öffnen.

Museen dürfen wieder öffnen, prinzipiell auch Kinos, wenn sie Hygiene- und Abstandsregeln gewährleisten können.

Und auch Theater, Opern- und Konzerthäuser in Hessen dürfen unter Einhaltung von Auflagen seit dem 9. Mai wieder öffnen. Ausgenommen seien Konzerte und Veranstaltungen, bei denen die erforderlichen Abstandsregeln nicht eingehalten werden könnten.

Auch für große Läden ist wieder Geschäftsbetrieb möglich. Die Verkaufsflächenbegrenzung von 800 Quadratmeter im Einzelhandel besteht seit dem 9. Mai nicht mehr. Stattdessen gilt die Regel: ein Kunde pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche.

mit Material von dpa

Von Dirk Schmaler/RND