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Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) Quelle: imago images/photothek

Maas: “Wollen nach 15. Juni keine weltweite Reisewarnung mehr haben”

Die Zeichen verdichten sich, dass Reisen im Sommer möglich sein könnte. Entsprechend äußerte sich Bundesaußenminister Heiko Maas am Sonntagabend. Zumindest Urlaub innerhalb von Europa soll demnach möglich sein.

Berlin. Außenminister Heiko Maas hat sich zuversichtlich geäußert, dass ein Sommerurlaub trotz der Corona-Pandemie zumindest in Europa möglich wird. “Es gibt vielfach positive Entwicklungen”, sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend im ARD-„Bericht aus Berlin“. Einige Länder hätten angekündigt, ab Juni oder Juli ihre Grenzen für Touristen wieder zu öffnen.

Auch die Bundesregierung wolle ihre Beschränkungen lockern, kündigte Maas an. “Wir wollen nach dem 15. Juni eigentlich keine weltweite Reisewarnung mehr haben. Sondern wir wollen das ersetzen durch Reisehinweise, aus denen die Leute erkennen können: Wo kann man hinfahren? Ist es verantwortbar? Ist man willkommen? Und vor allem: Welche Regelungen gelten da?”

Maas will an diesem Montag um 13.00 Uhr mit seinen Kollegen aus beliebten Urlaubsländern darüber beraten, wie die Reisebeschränkungen gelockert werden können. Zu der Videokonferenz sind Griechenland, Spanien, Italien, Österreich, Kroatien, Portugal, Malta sowie Slowenien, Zypern und Bulgarien eingeladen.

Zugleich warb der Außenminister dafür, die Quarantänebestimmungen innerhalb der EU aufzuheben, sie sollten nur noch für Menschen gelten, die aus Drittstaaten von außerhalb einreisen.

Maas wies darauf hin, dass es in allen Urlaubsländern Einschränkungen wegen der Virus-Pandemie geben werde. „Das, was wir als normal empfinden im Sommerurlaub, wird es dieses Jahr nirgendwo geben.“

RND/dpa