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“Wir hoffen, dass auch in diesem Jahr Touristen die Freuden des griechischen Sommers genießen können”, sagt Griechenlands Außenminister Nikos Dendias. Zum Beispiel: Die Insel Santorin in der Dämmerung.

Griechenlands Außenminister hofft auf Maas

Nikos Dendias will die diesjährige Tourismussaison an der Ägäis noch nicht verloren geben. Der konservative Politiker hofft auf die Initiative von Bundesaußenminister Heiko Maas. Der SPD-Politiker schaltet sich am Montag mit zehn Amtskollegen aus den liebsten Reiseländern der Deutschen zusammen, um über Lockerungen der Reisebeschränkungen zu sprechen.

Berlin. Der griechische Außenminister Nikos Dendias dringt gegenüber der Bundesregierung und der EU auf eine Öffnung der innereuropäischen Grenzen und wirbt um Urlauber aus Deutschland.

“Griechenland kommt Schritt für Schritt aus der Pandemiekrise heraus und kehrt zur Normalität zurück”, sagte Dendias dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). “Die Bewegungsfreiheit wird innerhalb des Landes wiederhergestellt, unsere Hotels bereiten sich auf ihre Wiedereröffnung vor, unsere Strände sind wieder zugänglich und archäologische Stätten öffnen wieder für die Öffentlichkeit”, führte der Politiker der konservativen Partei Nea Dimokratia aus.

Griechenland habe sich in der Pandemie als sicheres Land für seine Bürger erwiesen, sagte Dendias. Dies wolle es auch für seine Gäste sein. “Wir hoffen, dass auch in diesem Jahr Touristen die Freuden des griechischen Sommers genießen können”, betonte Dendias.

Dafür sei die von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) für den heutigen Montag anberaumte Videokonferenz mit seinen Amtskollegen aus zehn EU-Staaten “sehr wichtig”, sagte Dendias.

“Wir wollen über eine möglichst umfassende Koordinierung unserer Tourismuspolitik und eine schrittweise Aufhebung der Grenzkontrollen beraten. Ziel ist es, das freie und sichere Reisen innerhalb der EU wiederherzustellen”, sagte der griechische Außenminister dem RND.

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Bundesaußenminister Maas will sich am Montag mit den Außenministern Griechenlands, Spaniens, Italiens, Österreichs, Kroatiens, Portugals, Maltas, Sloweniens, Zyperns und Bulgariens über eine schrittweise Aufhebungen der derzeit geltenden Reisebeschränkungen beraten. Dies seien “die wichtigsten Reisedestinationen der Deutschen”, schrieb Maas am Samstag auf Twitter.

“Wir wollen Vereinbarungen erzielen, aus denen deutlich wird, wohin man fahren kann und was einen erwartet”, so Maas. Er habe in den vergangenen Wochen erlebt, wie schnell und einfach es ist, Grenzen zu schließen – und wie schwer es hingegen sei, sie wieder zu öffnen.

Am Samstag wohnte Maas der Wiedereröffnung der Grenze zu Luxemburg bei. Der SPD-Politiker sprach von einem “wichtigen Zeichen” für eine schrittweise Normalisierung des Reiseverkehrs in Europa.

Von Marina Kormbaki/RND