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Der Comedian Abdelkarim Zemhoute präsentiert die neue Videoclip-Serie der Bundeszentrale für politische Bildung.

“Abdelkratie”: Comedian präsentiert neue Serie über das Grundgesetz

Die Bundeszentrale für politische Bildung startet eine Serie von Videoclips über Demokratie und das Grundgesetz, das am 23. Mai 1949 erlassen wurde. Der bekannte Komiker Abdelkarim moderiert die Clips. So sollen neue Zielgruppen erreicht werden.

Berlin. Die Bundeszentrale für politische Bildung wird an diesem Samstag um 12 Uhr eine Serie von Videoclips zu den Grundlagen der Demokratie und des Grundgesetzes starten. Im Mittelpunkt steht der Komiker Abdelkarim Zemhoute – weshalb die bei Youtube laufende Reihe auch „Abdelkratie“ heißt. Das Grundgesetz wurde am 23. Mai 1949, also vor 71 Jahren, erlassen und trat einen Tag später in Kraft.

Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, sagte im Vorfeld, im Rahmen der herkömmlichen politischen Bildung erreiche man nicht alle Bevölkerungsgruppen. Deshalb gelte es, mit bekannten Multiplikatoren neue Zielgruppen zu erschließen. Krüger betonte mit Blick auf die derzeit viel diskutierten Verschwörungstheorien zugleich, dass es ein viel stärkeres Wachstum bei der Akzeptanz seriöser Informationen gebe; das gerate derzeit etwas in Vergessenheit. Bei jüngeren Leuten mische sich allerdings Bildung vielfach mit Entertainment. Das sei ein „schmaler Grat“, aber letztlich „ein Weg, den man begehen kann“.

Leute gewinnen, die “öfter mal wegzappen”

Abdelkarim sagte, für ihn sei es „Ehrensache“ gewesen, „dass ich da einsteige“. Es gehe darum, Leute zu gewinnen, die sonst öfter „mal wegzappen“. Für die Demokratie sei das Grundgesetz der Rahmen.

Der 38-Jährige war vor drei Wochen mit einem Team der ZDF-Sendung „heute-show“ nach Dreharbeiten auf einer Berliner Demo, an der auch Verschwörungstheoretiker teilnahmen, attackiert worden. Vermummte hatten Mitglieder des Teams teilweise schwer verletzt.

Abdelkarim wünscht sich deshalb von Teilnehmern sogenannter Hygienedemos ein höheres Verantwortungsbewusstsein. „Es ist mittlerweile hinreichend deutlich geworden, dass viele Menschen das Demonstrationsrecht missbrauchen, um für irgendwelche komischen Sachen zu demonstrieren, die ich in der Häufung nicht für möglich gehalten habe“, sagte der Comedian der Deutschen Presse-Agentur. „Leute sollten sich vorher informieren, auf welche Demo sie da eigentlich rennen und mit wem sie sich da den Weg teilen.“

Von Markus Decker/RND