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Ein Wahlplakat der CDU mit Spitzenkandidatin Angela Merkel in Berlin. Foto: Britta Pedersen

Merkel verliert in Umfragen an Zustimmung

Kanzlerin Angela Merkel hat in den jüngsten Umfragen zwar an Zustimmung verloren, ihr SPD-Konkurrent Martin Schulz kann davon aber nicht profitieren.

Berlin (dpa) – Sechs Wochen vor der Bundestagswahl hat Kanzlerin Angela Merkel in Umfragen an Zustimmung verloren, ihr SPD-Konkurrent Martin Schulz kann davon aber nicht profitieren.

In der Liste der zehn wichtigsten Politiker des neuen ZDF-«Politbarometers» vom Freitag liegt die CDU-Vorsitzende zwar weiter vorn, kommt aber nur noch auf einen Wert von 1,8 (vorher 2,2). SPD-Kanzlerkandidat Schulz landet auf der Skala von plus 5 bis minus 5 mit 0,6 (vorher 0,8) weit dahinter auf Platz sieben. Das teilte der Sender am Freitag mit.

Auch im ARD-«Deutschlandtrend» in dieser Woche hatte Merkel bereits an Zustimmung verloren. Sie erreichte nur noch 59 Prozent – ein Minus von 10 Prozentpunkten. Schulz verlor 4 Punkte und erreichte mit 33 Prozent seinen niedrigsten Wert.

Wenn an diesem Sonntag Bundestagswahl wäre, käme dem «Politbarometer» zufolge die CDU/CSU weiterhin auf 40 Prozent, die SPD unverändert auf 24 Prozent. Die Linke erhielte 8 Prozent ebenso wie die Grünen, die FDP und die AfD. Damit gäbe es neben einer großen Koalition auch eine Mehrheit für eine Regierung aus CDU/CSU, Grünen und FDP. Für Rot-Rot-Grün oder eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP würde es nicht reichen.

Eine Studie des Forsa-Instituts im Auftrag der «Frankfurter Allgemeine Woche» macht der SPD wenig Hoffnung, bei der Bundestagswahl mehr als 30 Prozent zu erhalten. Demnach haben sich schon 60 Prozent der Wahlberechtigten entschieden, ihre Stimme abzugeben und für eine bestimmte Partei zu votieren, berichtete die «FAZ» am Freitag. Von den Unentschlossenen habe nur etwa ein Viertel bei der Bundestagswahl 2013 oder bei einer früheren Wahl für die SPD gestimmt. Fast ebenso viele hätten CDU oder CSU gewählt, ein knappes Drittel andere Parteien.

Rechne man das Viertel der Unentschlossenen, das gewisse Bindungen an die Sozialdemokraten hat, auf die zu erwartenden gültigen Stimmen um, dann könnte die SPD bis zum 24. September noch fünf Prozentpunkte dazugewinnen, heißt es in der Analyse. Damit läge die SPD immer noch unter der 30-Prozent-Marke.

4 Kommentare

  1. Das kann ich nun gar nicht verstehen. Sie ist 24 Std am Tag seit Jahren unermüdlich im Einsatz für uns Bürger und hat Deutschland zum Quantensprung ins 21Jh. verholfen. Mit Bravour und Erfolg. Ich hoffe, diese einmalige Erfolgsgeschichte geht für Deutschland nach dem 24 September mit gleichem Elan für mindestens weitere 4 Jahre weiter.

    • Seh’n Sie Andreas, wenn’s hart auf hart kommt, entdeckt sogar ein alter Einfaltspinsel wie Sie den unionierten Christdemokraten in sich wieder.

      Bravo!

      • Ja, denn ich muss ja einsehen,daß in 12 Jahren Kanzlerschaft alle wichtigen Probleme zur Zufriedenheit der Bürger gelöst worden sind.

        Deshalb kann sich nun jeder zufrieden zurücklehnen und die Zukunft in Frieden ,mit innerer Sicherheit, guter und fairer , intelligenter EU-Politik in Einigkeit innerhalb der EU-Mitgliedsländer , ohne vor Altersarmut und Kinderarmut, Terror und Kriminalität Angst haben zu müssen, in Freiheit geniessen.
        Das ich daran auch nur eine Minute zweifeln konnte,war einfach lächerlich.

        • Ich finde es toll, dass Sie vom Pöbeln lassen und die Realität nicht länger ignorieren wollen, Andreas H.

          Wer mit dem, was Angela Merkel tut, nicht einverstanden ist, sucht nach Angriffsflächen. In der Flüchtlingspolitik soll sie zu emotional sein, in der Türkeipolitik zu zögerlich, in der Europapolitik zu machtgierig. Trotzdem scheint sich unter immerhin sechzig Millionen erwachsenen Deutschen derzeit niemand zu finden, der es besser kann und der davon dann auch noch hinreichend viele seiner Landsleute zu überzeugen vermag. Wie Sie, Andreas, den Lüneburgern, hat der Sohn des AfD-Gründers Bernd Lucke, Friedrich Lucke, gerade dem „Zeit“-Magazin gesagt, er werde bei der Bundestagswahl „vermutlich Merkel“ wählen. Denn: „Ich finde es okay, wenn Deutschland erst mal so weiterregiert wird.“

          Friedrich Lucke war eines der ersten AfD-Mitglieder. Wie sein Vater ist er längst ausgetreten. Auch andere junge Menschen sind der CDU beigetreten, zum Beispiel die nach altbewährten Männermaßstäben recht extrem attraktive 27 Jahre alte Schauspielerin Sophia Thomalla. Sie ist, wie sie gerade dem „Stern“ sagte, schon seit fünf Jahren Mitglied der CDU, unter anderem, weil die Kanzlerin „eine gewisse Sicherheit“ biete und Ausbrüche wie Steinbrücks ausgestreckter Mittelfinger von ihr nicht zu erwarten seien. Auf die Entgegnung, dass Merkel als langweilig gelte, antwortet Thomalla, die ihrerseits im gegenteiligen Ruf steht: „Sie wird sich immer im Griff haben und ist absolut skandalfrei. Das finde ich großartig für eine Kanzlerin.“

          Es scheint, als seien Unterhaltsamkeit und modische Unterhemden, wie sie andere Politiker im Wahlkampf einsetzen, nicht die Maßstäbe, nach denen die Mehrheit der Deutschen beurteilt, wer das Land regieren soll. Es scheint sogar, als sei das Gegenteil der Fall. Merkels Mut, gerade das nicht zu tun, was der Konvention entspräche, wirkt selbstverständlich, nicht angeberisch. Vor wenigen Tagen besuchte die Bundeskanzlerin die Salzburger Festspiele. Sie trug einen Kimono, den sie, wie Beobachtern auffiel, schon seit zwanzig Jahren immer mal wieder anzieht. Die Zeitschrift „Brigitte“ lobt ihn aus diesem Anlass als „Kult-Kimono“. Wer Merkel verspottet, hebt ihre Stärken hervor.

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