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Kering will 16 Prozent der deutschen Sportmarke behalten.

Puma-Eigentümer will Mehrheit abgeben

Das französische Modeunternehmen Kering gibt den Großteil seiner Anteile an der deutschen Sportmarke Puma ab. Der Konzern, zu dem unter anderem die Labels Gucci, Saint Laurent und Stella McCartney gehören, will sich künftig weiter auf seine Luxussparte konzentrieren.

Rund 70 Prozent der Puma-Beteiligung sollen an die Aktionäre des französischen Konzerns weitergereicht und als Sachdividende ausgeschüttet werden. Das teilte Kering am Donnerstagabend mit. Das Unternehmen selbst würde damit nur rund 16 Prozent an der Sportmarke behalten. Mit diesem Schritt will sich der Konzern weiterhin auf den gewinnstarken Luxussektor konzentrieren. Zum Konzern gehören Modemarken wie Gucci, Alexander McQueen und Yves Saint Laurent.

Damit wäre der Sportartikelhersteller mit Sitz im bayerischen Herzogenaurach künftig zu 55 Prozent im Streubesitz. Artémis, der größte Anteilseigner von Kering, würde mit einem Anteil von etwa 29 Prozent ein langfristiger strategischer Aktionär von Puma bleiben, hieß es.

Über eine Trennung Pumas von Kering war schon häufiger spekuliert worden. „Die geplante Ausschüttung der Puma-Aktien an unsere Aktionäre wäre ein bedeutender Meilenstein in der Geschichte des Konzerns“, erklärte Kering-Chef François-Henri Pinault. „Kering könnte sich voll und ganz dem Wachstum seiner Luxushäuser widmen, deren anhaltende Attraktivität, die auf kreativer Kühnheit und Innovationskraft basiert.“

Endgültige Bedingungen noch nicht geklärt

Der Konzern werde unverzüglich die zuständigen Betriebsratsvertreter informieren. Die endgültigen Bedingungen würden derzeit noch geprüft, die Kering-Aktionäre sollen bei der Hauptversammlung am 26. April 2018 über den Vorschlag abstimmen.

Puma begrüßte die Entscheidung. Kering und Artémis würden starke Partner bleiben. Die Transaktion habe keinen Einfluss auf die aktuelle Strategie, so Puma.

Während es für die Aktien von Puma am Abend um 4,38 Prozent bergab ging, dämmten die Kering-Titel ihr Minus nur etwas ein auf letztlich 0,99 Prozent. Da viele Investoren schon zuvor auf einen solchen Schritt der Franzosen gesetzt hätten, sei die Fantasie bei Puma damit weg, begründete ein Händler den Kursrückgang. Nun dürften viele Kering-Aktionäre die Puma-Titel sofort verkaufen.

Von dpa/RND

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