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Der neue Teebereiter „Temial“ von Vorwerk erkennt über einen Barcode die richtige Zubereitungsform der Sorte.

Wird dieses Gerät so erfolgreich wie der Thermomix?

Die Geschäfte mit der Küchenmaschine Thermomix laufen schlecht. Deshalb muss für den Hersteller Vorwerk etwas Neues her. Das Unternehmen hat nun ein Gerät vorgestellt – doch das enttäuscht viele.

Für den Küchenmaschinenhersteller Vorwerk lief das vergangenen Jahr nicht besonders gut: Weltweit ist der Thermomix-Umsatz um rund 13 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zurückgegangen. In Deutschland sieht es sogar noch düsterer aus, da liegt das Umsatzminus bei rund 22 Prozent, wie das Unternehmen am Mittwoch in Wuppertal mitteilte.

Und damit nicht genug: Auch bei der Staubsaugermarke Kobold musste Vorwerk ein Minus um rund 5 Prozent hinnehmen. Kein Wunder, dass der Umsatz der Unternehmensgruppe insgesamt 2017 um 5 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zurückging.

Zeit also für ein neues Produkt – und das hat Vorwerk am Mittwoch bei einer Pressekonferenz vorgestellt. Es ist eine Teemaschine, die Temial heißt. Das Gerät kann losen Tee zubereiten, zehn verschiedene Bio-Tees gehören mit zum Sortiment (darunter Schwarzer, Weißer, Früchte- und Rooibostee).

Ein Barcode gibt dem Gerät Aufschluss über die Zubereitungsform der Teesorte. Außerdem kann der Nutzer Temperatur, Ziehzeit und Wassermenge nach seinem eigenen Geschmack steuern. Neben dem Touchdisplay kann das Gerät auch über eine App verwaltet werden.

Der Kostenpunkt allerdings ist happig: 599 Euro soll der Temial kosten – inklusive Wasserfilter, Entkalker, Servierkanne, zwei Teeschalen, einem To-go-Becher­ und einer 10er-Teesorten-Starterbox. Vorbestellen können Interessierte das Gerät ab Juni, ab Spätsommer soll es dann ausgeliefert werden.

Twitter-Nutzer reagieren spöttisch

Unter dem Slogan „Gemacht, wie seit 2000 Jahren gedacht“, preist Vorwerk sein neues Gerät an – die potenziellen Kunden sind aber wenig begeistert. Auf Twitter schreibt ein Nutzer spöttisch:

Ein anderer spricht ebenfalls aus, was viele denken: Braucht man zum Teezubereiten ein so teures Gerät?

Wahrscheinlich will Vorwerk mit dem neuen Gerät vor allem in Asien punkten. In China und Indien ist Tee Nationalgetränk, außerdem gibt es eine wachsende kaufkräftige Bevölkerungsschicht. Für Deutschland sehen viele die Chancen dagegen skeptisch.

Von RND/ang

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