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Geld wird teurer: Die US-Notenbank hebt ihren Leitzins um 0,25 Punkte an.

US-Notenbank hebt den Leitzins an

Die US-Wirtschaft brummt – auch dank der Steuerpolitik von Präsident Donald Trump. Jetzt hat die US-Notenbank Fed den Leitzins angehoben. Und die Banker kündigen weitere Schritte an.

Die US-Notenbank Fed tritt auf die Geldbremse: Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat sie den Leitzins erhöht – um 0,25 Punkte auf einen Korridor von 1,75 bis 2,0 Prozent. Zugleich signalisierte sie, dass es 2018 noch zwei weitere Zinserhöhungen geben könne. Bislang war von insgesamt drei Zinsschritten in diesem Jahr die Rede gewesen.

Der Leitzins ist der Zinssatz, zu dem sich die Geschäftsbanken bei der Zentralbank Geld beschaffen können. Steigt der Leitzins, wird Geld teurer, die umlaufende Geldmenge sollte sinken und damit auch die Inflationsrate. Zentralbanken nutzen das Instrument zur Steuerung der Geldwertstabilität, es wirkt sich jedoch auf die gesamte Volkswirtschaft aus. Höhere Leizinsen können ein Überhitzen der Wirtschaft verhindern.

Ausgaben von Konsumenten und Unternehmen steigen

Die Zinserhöhung spiegelt eine robuste US-Wirtschaftslage, einen starken Arbeitsmarkt und eine Inflationsrate wider, die sich der von der Fed angestrebten Zielmarke nähert und sie auf Jahressicht überschreiten könnte. Im Mai lag sie schon bei 2,8 Prozent, das Ziel der Fed sind 2 Prozent.

Ausgaben von Konsumenten und Unternehmen befeuern die Wirtschaft, zum Teil auch durch die unter US-Präsident Donald Trump in Kraft getretenen Steuersenkungen. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 3,8 Prozent, seit 1969 ist sie nicht niedriger gewesen.

Sieben Jahre Nullzins-Politik

„Die Wirtschaft ist in großartiger Form“, bestätigte Fed-Chef Jerome Powell den Kurs. Befürchtungen, nach denen US-Unternehmen wegen Trumps Handelspolitik die Einstellung weiterer Arbeitnehmer oder wichtige Käufe aufschieben könnten, schlug er in den Wind. „Derzeit sehen wir das überhaupt nicht in den Zahlen.“

Die Fed hatte im Zuge der Finanzkrise 2008 ihre Zinsen auf Null gesenkt und sie dort sieben Jahre belassen. Erst danach hob sie die Zinsen behutsam an: 2015 und 2016 jeweils einmal, 2017 gab es bereits drei Erhöhungen, dieses Jahr werden es wohl vier.

Von dpa/RND

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