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Sprit ist um mehr als 8 Prozent teurer geworden – das trieb im Mai auch die Gesamtinflation hoch.

Inflationsrate steigt auf 2,2 Prozent

Heizöl und Sprit werden immer teurer – im Mai hat das dazu geführt, dass die Inflationsrate mit 2,2 Prozent auf den höchsten Wert seit Februar 2017 gestiegen ist. Auch die Lebensmittelpreise zogen an, bei Butter gab es geradezu eine Preisexplosion.

Gestiegene Sprit- und Heizölpreise haben die Inflation in Deutschland im Mai auf den höchsten Stand seit Februar 2017 getrieben. Die Teuerungsrate lag um 2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Auch teurere Lebensmittel und Pauschalreisen trugen zu dem Anstieg bei.

Besonders tief in die Tasche greifen mussten Verbraucher im Mai im Vergleich zum Vorjahr für leichtes Heizöl (plus 24,3 Prozent) und Sprit (plus 8,2 Prozent). Energie insgesamt verteuerte sich um 5,1 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Mai bei 1,8 Prozent gelegen.

Butterpreis steigt um 32,3 Prozent

Lebensmittel wurden 3,5 Prozent teurer. Deutlich mehr als im Vorjahresmonat kostete insbesondere Butter (plus 32,3 Prozent), Obst wurde 8,1 Prozent teurer. Auch Pauschalreisen trugen zu dem Anstieg der Gesamtinflation bei, weil Pfingsten 2018 im Mai und nicht – wie im Vorjahr – erst im Juni lag.

Volkswirte gehen auch angesichts solcher Sondereffekte nicht davon aus, dass sich der Anstieg der Verbraucherpreise in dem Tempo fortsetzt. Im März und April 2018 hatte die jährliche Teuerungsrate jeweils 1,6 Prozent betragen, im Februar waren es 1,4 Prozent. Eine 2 vor dem Komma hatte es zuletzt im April 2017 mit 2,0 Prozent gegeben.

EU-weit liegt die Inflationsrate bei 1,9 Prozent

Für den Euroraum insgesamt strebt die Europäische Zentralbank (EZB) mittelfristig eine Teuerungsrate knapp unter 2,0 Prozent an. Dieser Wert gilt als Garant für stabile Preise, weil er weit genug entfernt ist von der Nullmarke. Denn sind Preise dauerhaft niedrig oder sinken gar auf breiter Front, könnten das Unternehmen und Verbraucher verleiten, Investitionen aufzuschieben – eine Wachstumsbremse.

Im Euroraum waren die Verbraucherpreise im Mai binnen Jahresfrist nach einer ersten Schätzung des Statistikamtes Eurostat um 1,9 Prozent gestiegen.

Von RND/dpa

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