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In den Einkaufswagen der Deutschen landen immer häufiger Bio-Produkte.

Deutsche greifen immer häufiger zu Bio-Produkten

Immer häufiger laufen in Deutschland Bio-Waren über das Kassenband. Einer Studie zufolge legen viele Kunden vor allem Wert auf artgerechte Tierhaltung und regionale Produkte. Es gibt allerdings Unterschiede bei den Geschlechtern.

Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln nimmt einer Studie zufolge weiter zu. Mehr als drei Viertel der Menschen in Deutschland kaufen Bio: 50 Prozent gelegentlich, 25 Prozent häufig und drei Prozent ausschließlich, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Ökobarometer 2018 im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung hervorgeht. Das ist ein leichter Anstieg im Vergleich zu 2017. Zuerst hatten die Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe über die Zahlen berichtet.

Laut der infas-Studie, für die rund 1.000 Teilnehmer befragt wurden, planen mehr Menschen, in Zukunft Bio-Lebensmittel zu kaufen. Vor allem bei Gemüse und Obst stieg demnach der Anteil der Befragten, die „ausschließlich“ oder „häufig“ Bio kaufen, um elf Prozentpunkte.

Frauen kaufen häufiger zu Bio-Waren

Männer sind der Erhebung zufolge im Vergleich zu Frauen eher Bio-Muffel. 29 Prozent der Männer kaufen nie Bio-Lebensmittel, bei den Frauen sind es nur 16 Prozent. 30 Prozent der Frauen entscheiden sich häufig für Bio, 52 Prozent gelegentlich. Sie sind auch eher bereit, in Restaurants einen höheren Preis für ein Gericht mit nachhaltigen Zutaten zu zahlen, wie es hieß: 42 Prozent der Frauen würden ein Bio-Gericht trotz eines höheren Preises bewusst bestellen, bei den Männern sind es nur 35.

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Am häufigsten werden Biolebensmittel im Supermarkt gekauft (91 Prozent) gefolgt vom Discounter (70 Prozent). 61 Prozent der Befragten gaben an, außerdem noch auf dem Wochenmarkt Bioprodukte zu kaufen. Dabei legen die Käufer insbesondere Wert auf artgerechte Tierhaltung (95 Prozent) und regionale Herkunft der Produkte (93 Prozent). Wichtig sind ihnen außerdem eine möglichst geringe Schadstoffbelastung sowie der Beitrag zum effektiven Umweltschutz. Lebensmittelskandale spielten lediglich für 55 Prozent der Befragten eine Rolle.

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Bio-Eier stehen hoch im Kurs

Bei den Lebensmitteln sind vor allem Eier aus nachhaltiger Produktion beliebt – 68 Prozent der Deutschen kaufen sie der Studie zufolge ausschließlich oder häufig. Ähnlich hoch sind die Werte bei Gemüse und Obst, danach folgen Milchprodukte, Kartoffeln, Fleisch und Wurst. Kaum nachgefragt sind alkoholische Getränke aus ökologischer Produktion – nur sechs Prozent entscheiden sich ausschließlich oder häufig dafür. Am häufigsten greifen der Studie zufolge übrigens Menschen in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen zu Biolebensmitteln.

Von RND/epd