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Ein großes VW-Logo steht auf dem Verwaltungshochhaus vom Volkswagen Werk. Quelle: Julian Stratenschulte/d

Volkswagen sagt Rechtsextremisten in eigenen Reihen Kampf an

Rechtsextremismus soll bei VW jetzt stärker bekämpft werden. Nachdem Mitarbeiter aufgefallen waren, die T-Shirts mit rechtsextremen Parolen trugen, wurde nun die Betriebsvereinbarung ergänzt.

Wolfsburg. Volkswagen setzt ein klares Zeichen gegen rassistisch motivierte Fremdenfeindlichkeit und nimmt seine Mitarbeiter jetzt in die Pflicht. Der Autobauer hat dafür eigens seine Betriebsvereinbarung ergänzt. Wo es zuletzt „Partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz“ hieß, lautet die Formulierung nun: „Äußerungen, Verhaltensweisen und Symbole, die fremdenfeindlich, extremistisch, antisemitisch oder auf andere Weise menschenverachtend sind oder damit im Zusammenhang stehen, widersprechen Respekt und Toleranz und verstoßen gegen die Grundsätze dieser Betriebsvereinbarung.“

Anlass zur Erweiterung des Passus liegt in Vorfällen aus dem vergangenen Sommer. Ein Vertrauensmann hatte beobachtet, wie Mitarbeiter von Volkswagen auffällige T-Shirts trugen: „Da habe ich verstärkt Leute mit fremdenfeindlichen Botschaften und Symbolen auf ihren T-Shirts gesehen“, sagte Viktor Kalschek, Leiter des Arbeitskreises Antifa der IG Metall. „Das ist leider mehr geworden, die Szene wird mutiger.“

Lob für das Vorgehen des Automobilherstellers kommt von Niedersachsens Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe: „Ich würde es sehr begrüßen, wenn weitere Unternehmen diesem Beispiel folgen und sich damit klar zu unserer vielfältigen Gesellschaft bekennen“, sagt Doris Schröder-Köpf (SPD).

Von RND mit Christopher Weckwerth und Steffen Schmidt