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Die Kurstafel an der Frankfurter Börse: Der DAX-Konzern Beiersdorf hat Umsatzzahlen für 2019 gemeldet. Quelle: Boris Roessler/dpa

Beiersdorf: Tesa-Sparte bleibt das Sorgenkind

Der Konsumgüterkonzern hat 2019 wegen guter Geschäfte mit den bekannten Marken Nivea, Eucerin und dem Luxuslabel La Prairie beim Umsatz zulegen können, Das Sorgenkind bleibt derweil Tesa. Auch der Ausblick des Unternehmens stimmt nicht zufrieden.

Hamburg. Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf hat 2019 dank guter Geschäfte mit seinen Hautpflegemarken Nivea, Eucerin sowie der Luxusmarke La Prairie zugelegt. Deutlich schlechter entwickelte sich dagegen die Klebstoffsparte Tesa, die unter der Schwäche in der Automobilindustrie leidet, wie der DAX-Konzern mitteilte.

Der Umsatz stieg demnach 2019 vorläufigen Berechnungen zufolge um 5,8 Prozent auf 7,65 Milliarden Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe lag das Plus bei 4,1 Prozent und damit im Rahmen der Prognose von 3 bis 5 Prozent Wachstum.

Das Konsumgütergeschäft legte mit einem organischen Wachstum von 4,8 Prozent erheblich zu. Allerdings schwächte sich die Dynamik im Schlussquartal leicht ab, was unter anderem an einem nachlassenden Wachstum bei La Prairie sowie einem Umsatzrückgang im Pflastergeschäft rund um die Marke Hansaplast lag.

Unternehmen rechnet mit „Gegenwind“ im neuen Geschäftsjahr

Das Klebstoffgeschäft Tesa schwächelte weiter und verzeichnete wegen des schwierigen Marktumfeldes nur ein leichtes Wachstum von organisch 0,8 Prozent. Dazu beigetragen hat vor allem das Endverbrauchergeschäft, während der Bereich Automotive „in einem unsicheren Marktumfeld eine negative Umsatzentwicklung zeigte“, wie das Unternehmen mitteilte.

Auf das neue Geschäftsjahr blickt Beiersdorf-Chef Stefan De Loecker mit „vorsichtiger Zuversicht“. So rechne das Unternehmen mit „Gegenwind“, sehe aber auch „große Chancen und Potenziale, die wir mit weiteren Investitionen voll ausschöpfen werden“. Die ausführlichen Zahlen will Beiersdorf am 3. März vorstellen.

An der Börse reagiert der Kurs der Beiersdorf-Aktie mit einem Abschlag von mehr als 1,3 Prozent auf 105,60 Euro auf die neuesten Zahlen. Der Aktienkurs der Hamburger konnte dagegen auf Sicht der vergangenen 12 Monate um mehr als 20 Prozent zulegen

Analysten sind verhalten

Seitens der Analysten äußerte sich bereits das Analysehaus Jefferies zu Beiersdorf und hat die Einstufung nach den Umsatzzahlen für 2019 auf „Underperform“ mit einem Kursziel von 94 Euro belassen.

Vor allem wegen der Schwäche bei Tesa habe der Konsumgüterhersteller etwas schwächer abgeschnitten als am Markt erwartet, schrieb Analystin Molly Wylenzek in der vorliegenden Studie. Wie üblich zu diesem Zeitpunkt sei der Ausblick noch vage. Die Margen könnten aber weiter unter Druck geraten, glaubt die Expertin.

RND/dpa