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Im Geschäft mit Elektro-Tretrollern will der US-amerikanische Branchenpionier Bird in Europa schneller Fuß fassen und ünernimmt den Berliner Konkurrenten Circ. Quelle: imago images/Ralph Peters

US-Konzern Bird schluckt deutschen E-Scooter-Rivalen

Im Geschäft mit Elektro-Tretrollern will der US-amerikanische Branchenpionier in Europa schneller Fuß fassen. Die Übernahme des Berliner Konkurrenten Circ ist die logische Folge, um zum großen Konkurrenten Lime aufzuschließen.

Berlin. Im Geschäft mit Elektro-Tretrollern greift der US-amerikanische Branchenpionier Bird zu einer Übernahme, um schneller in Europa Fuß zu fassen. Bird kauft die Berliner Firma Circ, die aktuell in 43 Städten in zwölf Ländern aktiv ist. Einen Preis nannten die Amerikaner am Montag in ihrer Mitteilung nicht.

In Deutschland und Europa sind auch kleinere E-Scooter-Anbieter am Markt. In der Branche selbst wurde schon länger mit einer Konzentration gerechnet. Circ-Manager hatten sich beim Deutschland-Start im Sommer noch überzeugt gezeigt, gegen die großen US-Rivalen wie Bird und Lime bestehen zu können.

Zu den Gründern von Circ gehört der Serienunternehmer Lukasz Gadowski, der unter anderem den Essenszusteller Lieferheld auf die Beine gestellt hatte. Die Firma war unter dem Namen Flash gestartet und besorgte sich mehrere Dutzend Millionen Euro von Investoren. Bird wurde in der jüngsten Finanzierungsrunde laut Medienberichten mit 2,5 Milliarden Dollar bewertet.

Beide Firmen setzen auf E-Tretroller aus eigener Entwicklung, die robuster und langlebiger sein sollen. Ein Problem der Branche in der Anfangszeit war die kurze Lebenszeit der Fahrzeuge, die die Kosten in die Höhe trieb.

Über die Übernahme hatte zuvor die „Financial Times“ berichtet. Bird wolle damit in Europa zum Konkurrenten Lime aufschließen, der hierzulande einen besseren Start erwischt habe, hieß es unter Berufung auf Brancheninsider.

RND/dpa