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China, Hongkong: Passanten tragen Atemschutzmasken in der Innenstadt. Alle Einwohnerinnen und Einwohner über 18 Jahren sollen dank der neuen Maßnahmen je 10.000 Hongkong-Dollar erhalten. Quelle: Geovien So/SOPA Images via ZUMA

Hongkong kämpft gegen die Folgen des Coronavirus – mit Milliardenbeträgen

Die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong nimmt Milliardenbeträge in die Hand, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie zu lindern. Zu den Maßnahmen zählen beispielsweise die Senkung von Unternehmenssteuern und Strompreisen. Zudem sollen die Ausgaben für den Tourismus steigen.

Hongkong. Laut dem am Mittwoch vorgestellten Haushaltsplan von Finanzminister Paul Chan sollen alle Einwohnerinnen und Einwohner über 18 Jahren je 10.000 Hongkong-Dollar (1180 Euro) erhalten. Die Einkommensteuer bis zu einem Einkommen von 20.000 Hongkong-Dollar soll ganz wegfallen, der Steuerfreibetrag für Familien mit geringem Einkommen verdoppelt werden.

Coronavirus: Milliardenbeträge sollen Hongkongs Wirtschaft sichern

Darüber hinaus sollen Unternehmenssteuern und Strompreise gesenkt werden und die Ausgaben für Handel, Tourismus, Krankenhäuser und Kunst steigen. Außerdem will die Regierung zwei Milliarden Hongkong-Dollar ausgeben, um einen alten Fabrikkomplex am Stadtrand in ein Zentrum für Mikroelektronik umzubauen. Weitere drei Milliarden Hongkong-Dollar sollen in den Ausbau eines Wissenschaftsparks fließen.

Die Maßnahmen summieren sich auf 120 Milliarden Hongkong-Dollar. „Obwohl wir schon ein Rekorddefizit für den Haushalt kommenden Jahres geplant haben, glaube ich, dass wir nur mit einem solchen Plan unserer Gesellschaft und örtlichen Unternehmen helfen können, ihre Schwierigkeiten zu meistern“, sagte Chan. Tourismus und Wirtschaft in Hongkong leiden allerdings nicht nur unter dem Virusausbruch, sondern auch unter den Folgen der oft in Gewalt ausgearteten Demonstrationen für demokratische Rechte.

RND/AP