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Der Mars-Rovers „Opportunity“.

„Opportunity“ schaltet sich in Energiesparmodus

Auf dem Mars tobt ein riesiger Staubsturm. Der Nasa-Rover „Opportunity“ hat seine wissenschaftliche Arbeit zunächst eingestellt. Die Raumfahrtbehörde hofft, dass der Rover den Sturm übersteht.

Ein gewaltiger Sturm zieht über den Mars – mittendrin der Rover „Opportunity“. Weil der Staubsturm so gut wie keine Sonne mehr durchlässt, hat sich der Rover in den Energiesparmodus versetzt. Auch der Rover „Curiosity“ bemerkt an seinem Standort schon eine Zunahme an Staub, ist aber nicht auf Sonnenenergie angewiesen.

Entdeckt wurde der Staubsturm am 30. Mai, mittlerweile bedeckt er rund ein Viertel des Planeten. Doch er könnte noch größer werden: In zwei bis drei Tagen könnte der Sturm aller Voraussicht nach den ganzen Planeten umfassen.

Nasa ist „besorgt, aber hoffnungsvoll“

Der Sturm hindert „Opportunity“ daran, seine Batterien voll zu laden. Wenn alles vorüber ist, hofft die Nasa, dass der rund 185 Kilo schwere sechsrädrige Rover seine Arbeit aber wieder aufnehmen kann. „Er sollte in der Lage sein, den Sturm zu überstehen“, sagte John Callas, Manager bei der US-Raumfahrtbehörde, am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz. Er und seine Kollegen seien „besorgt, aber hoffnungsvoll“.

Der Rover rollt schon seit fast 15 Jahren über den Mars – und das, obwohl seine Mission ursprünglich nur auf 90 Tage angesetzt war. „Er hat sich als bemerkenswert widerstandsfähiger Rover erwiesen“, sagte Nasa-Manager Jim Watzin. „Wir drücken ihm alle die Daumen.“

Stürme auf dem Mars sind keine Seltenheit

Doch der Sturm ist auch eine gute Möglichkeit für die Wissenschaft, mehr über die Staubstürme auf dem Mars herauszufinden. Unter anderem drei Nasa-Orbiter umrunden derzeit den Planeten, sie alle sind mit Kameras und wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet.

Zu jeder Jahreszeit gibt es auf dem Mars Staubstürme, erklärt die Nasa. Manchmal können sie sich innerhalb von Tagen auf ganze Regionen ausbreiten – oder sich sogar in einzelnen Fällen über den ganzen Planeten ausbreiten. Die Wissenschaftler hoffen, die Staubstürme eines Tages vorhersagen zu können.

Von asu/RND/dpa

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