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Platanen in Deutschland verlieren ihre Rinde.

Platanen verlieren ihre Rinde – dahinter steckt ein natürliches Phänomen

Deutschlandweit werfen Platanen derzeit in großen Stücken ihre Rinde ab. Viele fragen sich, ob das mit der aktuellen Trockenheit zu tun hat. Sind die Straßenbäume in Gefahr?

In großen Stücken schälen sich derzeit viele Platanen. Sind die Platanen gefährdet? Leiden sie unter der extremen Trockenheit im Norden Deutschlands? Die Städte geben Entwarnung.

Die abgeplatzte Rinde an vielen Platanen sei nicht nur ein Zeichen der aktuellen Trockenheit, beruhigt Rüdiger Dittmar vom Amt für Stadtgrün und Gewässer der Stadt Leipzig. Die Straßenbäume entledigen sich der trockenen Borke je nach Wachstum, erklärt der Experte gegenüber der Leipziger Volkszeitung. Da es im Frühjahr viel geregnet hat, konnten die Platanen sehr gut wachsen. Deshalb wird den Bäumen nun ihr Mantel quasi zu eng und er platzt teilweise ab. Wassermangel sei den Bäumen dagegen an den Blättern anzusehen, nicht an der Rinde.

„Für Platanen ist dieser Rindenabwurf absolut natürlich“

Auch die Stadt Hannover beruhigt besorgte Bürger: „Im Augenblick wirft die Platane als einziger Baum ihre Rinde ab. Dies erfolgt in der Regel jedes Jahr, bei Jungbäumen auch am Stamm, bei Altbäumen eher im Kronenbereich“, sagt Hannovers Stadtsprecherin Michaela Steigerwald gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.

„Für Platanen ist dieser Rindenabwurf absolut natürlich“, erklärt Baumexperte Uwe Gehlhaa. Die Bäume würden besonders schnell wachsen und hätten eine „enorme Struktur“, deshalb müssten sie sich quasi häuten. Viele Menschen würden Platanen auf den ersten Blick mit Ahorn verwechseln. „Die Blätter sind zwar ähnlich, Ahornblätter sind aber weitaus gezackter –außerdem steht Ahorn nicht in der Stadt, damit kommen die Pflanzen nicht klar“, sagt Experte Gehlhaar. Bis das letzte Stück Rinde von den Platanen geplatzt ist, werden laut Stadt Hannover noch einige Tage vergehen.

Von RND/LVZ/HAZ

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