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Empfindliche Pflanzen können bei einer zu frühen Aussaat erfrieren.

Tipps für die Aussaat: Gartensaison beginnt im Mai

Der Frühling steht offiziell in den Startlöchern. Kein Wunder, dass viele Gartenbesitzer es kaum abwarten können, die Saison zu starten – eine zu frühe Aussaat kann für Pflanzen jedoch schlecht ausgehen.

Auch wenn die ersten warmen Tage nach draußen locken und es leidenschaftlichen Gärtnern in den Fingern juckt: Die Gartensaison beginnt zum meteorologischen Frühlingsbeginn noch nicht wirklich. Erst Mitte Mai kann man in Deutschland in der Regel vor Frösten sicher sein.

Anspruchsvolle Pflanzen brauchen Schutz

Sobald im Mai die Frostwahrscheinlichkeit sinkt, können auch empfindliche Pflanzen ins Freie – also alle, die vorher auf der Fensterbank ausgesät und vorgetrieben wurden. Das gilt auch für die direkte Aussaat, beispielsweise von Gurken. Außerdem startet die Saison für viele Pflanzen – ebenso wie für die eingelagerten Topfpflanzen für Balkon und Terrasse.

Der perfekte Zeitpunkt: Mitte Mai

Den perfekten Zeitraum für die erste Aussaat markieren die Namenstage der Eisheiligen – das besagt eine alte Bauernregel. Sie ist in der Vergangenheit auf Basis von langjährigen Beobachtungen der Wetterlage entstanden. In Norddeutschland sind die Namenstage Mamertus, Pankratius und Servatius entscheidend (11. bis 13. Mai). Im Süden und Südosten werden auch Bonifatius (14. Mai) und die „kalte Sophie“ (15. Mai) dazu gezählt.

Sind Bauernregeln noch aktuell?

Die Reime und Regeln haben in der Vergangenheit vielen Landwirten zur Orientierung gedient. Mittlerweile gibt es genaue Wettervorhersagen, auf die sich Gartenbesitzer verlassen können – die groben Zeiträume zu kennen, in denen sich die Witterung oft stark verändert, schadet jedoch nicht. Wagt man sich vor der Hauptpflanzperiode mit empfindlichen Blumen hinaus ins Freie, kann das – vor allem, wenn man den Wetterbericht nicht täglich im Blick hat – schief gehen. Das Ausmaß ist entscheidend: Topfpflanzen tut es zum Beispiel sogar gut, wenn sie vor Saisonbeginn stundenweise an die Witterung draußen gewöhnt werden.

Spätere Aussaat: Mehr Zeit zur Planung

Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude: Gartenliebhaber, die auf Nummer sicher gehen wollen und ihre Aussaat auf Mitte Mai verlegen, können die Zeit nutzen, um die Anordnung ihrer Beete ausreichend zu planen. Gerade bei kleineren Gärten sollte die Organisation nicht unterschätzt werden – denn die Gestaltung des Gartens richtet sich auch nach den jeweiligen Bedürfnissen. Eine Spielwiese für Kind und Hund beispielsweise hat andere Anforderungen zu erfüllen als eine blütenreiche Ruhe-Oase.

Restliche Winterpause nutzen

Die restliche Zeit der Winterpause kann außerdem genutzt werden, um das Gartenhaus einmal vernünftig auszumisten und zu überprüfen, ob für den Saisonstart alles bereit ist: Wurden die Spaten, Schaufel und Messer nicht schon vor der Pause repariert und gepflegt, ist das der ideale Zeitpunkt. Tipp: Reinigen Sie das Werkzeug und reiben anschließend die Eisenteile mit Leinölfirnis ein. Das sorgt für einen Schutz vor Feuchtigkeit und äußeren Einflüssen.

Frühblüher können Frost ab

Wer trotz Bauernweisheit nicht auf eine frühe Gartensaison verzichten will, kann seine Blumenbeete jetzt schon mit Frühblühern zieren. Sie können Frost ab und profitieren von der Lichteinstrahlung und Wärme direkt über dem Boden. Im Gegensatz zu anderen Pflanzen enthalten Frühblüher Speicherorgane, die Vorräte in Form von Reservestoffen wie Stärke enthalten.

Von RND/dpa/jo