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Alpen-Barrenringelnatter von der oberen Isar bei Mittenwald.

Neue Schlange in Deutschland entdeckt

Forscher haben in Bayern eine bisher nicht beobachtete Schlange entdeckt. Die Alpen-Barren-Ringelnatter wird bis zu einem Meter lang. Nach der Eiszeit hatte sie offenbar die Alpen überquert.

Diese Schlange hat einen langen Namen: Sie heißt Alpen-Barren-Ringelnatter. Das Tier kann mehr als einen Meter lang werden. Bis vor Kurzem dachte man, dass es diese Schlange nicht in Deutschland gibt. Doch Forscher haben sie nun auch bei uns entdeckt. Und zwar in Bayern.

Die besondere Form der Barrenringelnatter sei bisher vor allem aus den Südalpen bekannt gewesen, aus der Südschweiz und Norditalien, berichteten Wissenschaftler der Zoologischen Staatssammlung München am Montag.

Noch weitere unentdeckte Arten vermutet

Die Art wurde nun bei Garmisch-Partenkirchen, an der Isar bei Mittenwald, im Inntal und bei Sachrang genetisch nachgewiesen. Die Schlange habe wahrscheinlich die Eiszeit am südlichen Alpenrand überstanden und sei über den Brenner oder Reschenpass und das Inntal bis nach Bayern eingewandert. Wie weit die Barrenringelnatter in Bayern verbreitet ist und ob sie als gefährdet eingestuft werden muss, müssten künftige Untersuchungen zeigen.

„Es ist erstaunlich, dass diese große Schlange so lange übersehen wurde. Wahrscheinlich sind noch weitere Arten unbemerkt über die Alpen bis nach Bayern eingewandert“, sagt Frank Glaw, Leiter der Sektion für Amphibien und Reptilien an der Zoologischen Staatssammlung München. „Genau solche Arten möchten wir nun gezielt suchen.“

Schlange ist ungiftig und beißt fast nie

Die Barrenringelnatter wurde erst 2017 als eigenständige Art erkannt. Sie unterscheide sich nur wenig von der normalen Ringelnatter. Unter anderem habe sie oft dunkle Striche an den Körperseiten. Die Alpen-Barrenringelnatter scheint eine eigene Unterart zu sein. Alle Ringelnattern sind ungiftig und beißen fast nie, geben bei Gefahr aber ein stinkendes Sekret ab.

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Von RND/so/dpa