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Auch Kinder mit Seepferchen sind gefährdet, zu ertrinken. Sie können Situationen oft noch nicht auf ihre Gefahr einschätzen. Quelle: Pixabay (Symbolbild)

Ertrinken: So erkennen Eltern den Ernst der Lage

Bei Hitze verbringen die meisten Menschen am liebsten ihre Zeit am See oder im Freibad. Dass das nicht immer ganz ungefährlich ist und man gerade auf die Kleinsten immer ein Auge haben sollte, ist nichts Neues. Hier erfahren Sie, auf welche Signale Sie achten müssen, um Schlimmeres zu verhindern.

Hannover. Die meisten Eltern achten darauf, dass ihre Kinder einen Schwimmkurs besuchen. Ein Schwimmkurs gibt nicht nur den Kindern, sondern auch den Eltern Sicherheit beim gemeinsamen Schwimmen. Doch auch mit dem Seepferchen können die Kleinen gefährliche Situationen oft noch nicht einschätzen. Die Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. (DLRG) gibt Tipps, worauf Eltern achten müssen, um den Ernst der Lage zu erkennen.

DLRG: Kinder immer in Griffnähe der Eltern

Gerade Kinder sind im Wasser gefährdet – das ist klar. „Der Schwimmkurs zum Seepferdchen ist ein Wassergewöhnungskurs und reicht bei weitem nicht aus, um Kinder alleine ins Wasser zu schicken“, sagt auch Achim Wiese, Pressesprecher der DLRG. Kinder, die nur über ein Seepferchen verfügen, könnten noch nicht sicher schwimmen und müssten auf jeden Fall in der Nähe ihrer Eltern bleiben.

Schwimmflügel: Kein Schutz vor dem Eintrinken

Auch Schwimmflügel sollten nicht als Rettungsweste gesehen werden. „Bei Schwimmflügeln ist der Kopf nicht gesichert, der ja nun mal der schwerste Teil eines Kind ist“, informiert Wiese. „Außerdem können sie ihre Arme nicht richtig bewegen und sollten nicht mal beim Schwimmen lernen benutzt werden.“ Eltern sollten außerdem immer darauf achten, dass ihre Kleinen genug trinken und vor der Sonneneinstrahlung geschützt sind.

Gefährlich: Ertrinken an Land

Ein Thema, dass Eltern ebenfalls beschäftigt, ist das sogenannte trockene Ertrinken. Beim trockenen oder auch sekundären Ertrinken schließt sich beim Eintreten von Wasser in den Mund die Stimmritze und es kann kein Wasser in die Lunge gelangen– aber auch kein Sauerstoff. Dieser Krampf löst sich irgendwann aber dann besteht die Möglichkeit, dass Wasser in die Lunge gelangt. Das Kind kann dann schon wieder an Land sein und trotzdem ertrinken.

Zum Thema: Baderegeln beachten: So werden Unfälle vermieden

Nach Badeunfall: Dringend Arzt aufsuchen

„Wenn ein Badeunfall passiert ist, sollte unbedingt und immer ein Arzt aufgesucht werden – das kann zur Lebensversicherung werden“, warnt Achim Wiese. Der Arzt sollte darauf hingewiesen werden, dass das Kind einen Badeunfall hatte und eventuell Wasser in die Lunge bekommen hätte. Ein Indiz für Wasser in der Lunge nach einem Badeunfall kann übrigens Husten sein. Eltern sollten dringend auf die Symptome achten und stets in der Nähe ihrer Kinder bleiben.

Von RND/Heidi Becker