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Das Washington Monument in der US-amerikanischen Hauptstadt. . Quelle: picture alliance/Cheriss May

50 Jahre Mondlandung: Washington Monument wird zur Apollo-11-Rakete

Zum 50. Jahrestag der Mondlandung bekommt Washingtons Wahrzeichen ein neues Kostüm: Mit aufwendiger Technik wird die Apollo-11-Rakete in Lebensgröße auf das Washington Monument projiziert.

Washinton. 50 Jahre ist sie nun her – die Mondlandung der Apollo-11-Mission. Im Juli 1969 betraten erstmals Menschen den Mond. In der US-amerikanischen Hauptstadt Washington wird das 50. Jubiläum groß gefeiert. Das Highlight der Festlichkeiten: eine Projektion der Rakete auf das Washington Monument.

Wie das Nationale Luft- und Raumfahrtmuseum in Washington ankündigte, wird sich das Wahrzeichen an drei Abenden in einen Bildschirm für eine lebensgroße Projektion der Rakete „Saturn V“ verwandeln. Die 110 Meter große Rakete hatte das Team um Neil Armstrong am 16. Juli 1969 ins All geschickt. Vom 16. bis 18. Juli wird ihr Bild auf der östlichen Seite des Obelisk in der US-amerikanischen Hauptstadt zu sehen sein.

„Eine einmalige Feier“

Die Projektion ist Teil der Feierlichkeiten „Apollo 50: Go for the Moon“. Wie das „Smithsonian Magazine“ berichtet, wird die Vorführung von weiteren Projektionen auf mehreren Bildschirmen sowie vollständigen Soundeffekten begleitet. Auch eine 12 Meter große Nachbildung der Countdown-Uhr aus dem Kennedy Space Center soll es geben. An zwei weiteren Tagen findet außerdem eine Reihe von 17-minütigen Shows statt, die mit aufwendigen „Full Motion“-Projektionen sowie originalen Archivaufnahmen die Geschichte der ersten Mondlandung erzählen.

Die Veranstalter sprechen von „einmaligen Festlichkeiten“. „Das Washington Monument ist ein Symbol für unsere gemeinsamen nationalen Errungenschaften, und was wir in Zukunft erreichen können und werden“, erklärt Ellen Stofan, John and Adrienne Mars Director des Museums.

400.000 Amerikaner aus allen 50 Bundesstaaten seien an der Apollo-11-Mission beteiligt gewesen. Die Feierlichkeiten sollen die Menschen würdigen, die es möglich machten, dass Neil Armstrong vor 50 Jahren den ersten Schritt auf den Mond machte. Außerdem wollen die Veranstalter jüngeren Generationen das historische Ereignis näherbringen. „Wir hoffen, dass es junge Menschen inspiriert, ihre ganz eigene Mondlandung zu definieren“.

Projektionen mit Augmented Reality

Die Feierlichkeiten unter dem Titel „Apollo 50: Go for the Moon“ werden vom Nationalen Luft- und Raumfahrtmuseum und dem Innenministerium der Vereinigten Staaten gemeinsam mit dem Unternehmen „59 Production“ ausgerichtet. Dessen Team war unter anderem für das Video-Design der Eröffnungszeremonie bei den Olympischen Spielen 2012 in London verantwortlich.

Bilder von der Apollo-11-Mission sollen sowohl auf das Washington Monument als auch auf umliegende Bildschirme projiziert werden. Die Show kombiniert den Veranstaltern zufolge Video-Projektionen mit Augmented Reality. Auf diese Weise können auch Objekte mit einer unregelmäßigen Oberfläche, wie das große Bauwerk, in einen Bildschirm verwandelt werden.

Konzerte, Festivals und Fashionshows: so wird die Mondlandung gefeiert

Wie das Nationale Luft- und Raumfahrtmuseum mitteilte, werden etwa 25.000 Zuschauer zur gleichen Zeit die Show auf einer Fläche vor dem Smithsonian Castle in Washington verfolgen können. Insgesamt sollen so 150.000 Menschen an den Feierlichkeiten teilnehmen.

Die öffentlichen Vorführungen sind nur einige der vielen Events, die in Washington D.C. zur Feier des 50. Jubiläums der Mondlandung stattfinden. Erstmals seit 13 Jahren wird der originale Raumanzug von Neil Armstrong wieder ausgestellt. Am 20. Juli, dem extakten Jahrestag, richtet das National Symphony Orchestra gemeinsam mit der NASA ein Konzert aus, bei dem unter anderem Stars wie Pharell Williams und Natasha Bedingfield auftreten. Die US-Amerikaner feiern ihre historische Errungenschaft außerdem mit einer Raumanzug-Modenschau und Quiz.

Von RND/lzi