Donnerstag , 24. Oktober 2019
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Sie entwickelten Lithium-Ionen-Batterien, die beispielsweise in E-Autos verwendet werden. Der Nobelpreis für Chemie 2019 geht an John Goodenough (USA), Stanley Whittingham (in Großbritannien geboren) und Akira Yoshino (Japan). Quelle: dpa/RND Montage

Drei Batterieforscher mit Chemienobelpreis geehrt

Nobelpreisbekanntgabe Nummer drei: Die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm hat die Gewinner des diesjährigen Chemienobelpreises bekannt gegeben. John Goodenough, Stanley Whittingham und Akira Yoshino erhalten die Auszeichnung. Der in Jena geborene John Goodenough ist der älteste Nobelpreisträger überhaupt.

Stockholm. Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an den in Jena geborenen US-Amerikaner John Goodenough, den in Großbritannien geborenen Stanley Whittingham und den Japaner Akira Yoshino für die Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm mit. Die leichten, wiederaufladbaren und starken Batterien würden in zahlreichen Produkten wie Mobiltelefonen, Laptops und Elektrofahrzeugen eingesetzt.

Sie können große Mengen an Solar- und Windenergie speichern und machen so eine Welt frei von fossilen Kraftstoffen möglich, wie es weiter hieß. Der 1922 geborene Goodenough sei der älteste Nobelpreisträger überhaupt.

Die renommierteste Auszeichnung für Chemiker ist derzeit mit umgerechnet rund 830.000 Euro (9 Millionen Schwedische Kronen) dotiert. Die feierliche Übergabe der Preise findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel.

Seit 1901 wurde der Chemienobelpreis an 180 verschiedene Forscher vergeben. Einer von ihnen, der Brite Frederick Sanger, erhielt ihn zweimal. Unter den Preisträgern waren bislang fünf Frauen, etwa Marie Curie 1911, die die radioaktiven Elemente Polonium und Radium entdeckte, und erst im vergangenen Jahr die US-amerikanische Enzymforscherin Frances Arnold.

Am Montag war der Nobelpreis für Medizin Gregg Semenza (USA), William Kaelin (USA) und Peter Ratcliffe (Großbritannien) zuerkannt worden. Sie hatten gezeigt, wie Zellen den Sauerstoffgehalt in ihrer Umgebung wahrnehmen und auf Veränderungen reagieren.

Am Dienstag wurde eine Hälfte des Physiknobelpreises den Schweizer Astronomen Michel Mayor (77) und Didier Queloz (53) zugesprochen. Sie hatten den ersten Exoplaneten entdeckt, der einen sonnenähnlichen Stern umkreist. Die andere Hälfte erhält der kanadisch-amerikanische Kosmologe James Peebles (84) für grundlegende Erkenntnisse zum Universum.

RND/dpa