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An einem finnischen Strand sind perfekt geformte Eier aus Eis entdeckt worden – sie sind aber deutlich größer als diese echten Eier. Quelle: Mae Mu/Unsplash

Seltenes Wetterphänomen: Riesige eierförmige Eisbälle bedecken Strand in Finnland

Ein Strand voller Eis-Eier? Das sieht man selbst im kalten Norden nicht alle Tage. Ein Hobbyfotograf entdeckte das Phänomen am Strand der nordfinnischen Insel Hailuoto. Experten haben verschiedene Vermutungen zu der Entstehung der Eisbälle.

Was für ein atemberaubender Anblick, der sich da in den vergangenen Stunden einigen Spaziergängern bot: Gefrorene Eis-Eier haben einen Strand in Nordfinnland bedeckt. Der Hobbyfotograf Risto Mattila entdeckte die mysteriösen Eiskugeln am Strand der Insel Hailuoto, die ein paar Kilometer vor der Stadt Oulu in der Ostsee liegt. Mattila sagte der finnischen Sendeanstalt „Yle“, dass er seit 25 Jahren am Meer lebe, aber noch nie so etwas gesehen habe. Einige der Kugeln haben die Größe eines Fußballs, andere sind so groß wie ein Ei. Diese Chance ließ sich Mattila nicht entgehen: Er setzte das Phänomen bildlich in Szene und präsentierte das Ergebnis auf Instagram.

Wie kann es zu solchen Eiern aus Eis an Stränden kommen?

Die Entstehung dieses Phänomens ist indes noch nicht vollständig geklärt. Judson Jones, ein Meteorologe von CNN, erklärte es so: Vermutlich sei zum Teil gefrorener Eismatsch im eiskalten Wasser durch die Brandung aufgewühlt worden. Aufgrund des eisigen Windes und der Wasserströmungen würden die Bruchstücke an Land dann in einer ovalen bis runden Form gefrieren.

Für den Eisspezialisten des finnischen Wetterdienstes, Jouni Vainio, sind die Eisbälle ein Resultat von vielen verschiedenen Wetterbedingungen: Wenn sich Luft- und Wassertemperatur nahe dem Gefrierpunkt befinden, kann es an einem flachen Strand und den richtigen Wellenbewegungen zu solchen Eis-Eiern kommen, sagte er gegenüber „Yle“. Wenn das Wasser jedoch zu ruhig und der Wind stark sei, kämen keine Eisbälle zustande.

Von Ben Kendal/RND

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