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Die deutsche Forschungsstation "Neumayer-Station III" in der Antarktis ist sicher vor Covid-19. Quelle: Thomas Steuer/Alfred-Wegener-Ins

Antarktis: Wissenschaftler in der Forschungsstation sind sicher vor Covid-19

Weltweit sind mehrere Milliarden Menschen von der Ausbreitung des ansteckenden Coronavirus betroffen – aber nicht die Bewohner einer Forschungsstation in der Antarktis. Dort leben neun Menschen abgeschnitten von der Welt.

Neumayer-Station/Antarktis. Für die Bewohner der deutschen Antarktis-Forschungsstation Neumayer-III besteht erstmal keine Gefahr für eine Infizierung mit dem neuartigen Coronavirus. “Bei uns ist kein Personalaustausch geplant, im antarktischen Winter kommt hier auch kein Flugzeug her”, sagte der aktuelle Stationsleiter Klaus Guba.

Bis voraussichtlich Ende Oktober sei man abgeschnitten von der Welt. Bescheid wisse man aber trotzdem – denn auch in der Antarktis könne man ganz normal die Nachrichten schauen.

Forschungsstation hat Vorräte für zwei Jahre

Je nachdem wie die Lage in Deutschland im Herbst aussehen werde, könne es dann aber durchaus zu Einschränkungen kommen, zum Beispiel bei der geplanten Anreise neuer Bewohner Ende Oktober. Zumindest verhungern wird auf der Station aber niemand: “Normalerweise sollten wir Vorräte für zwei Jahre haben – zusätzlich haben wir auch noch ein Gewächshaus”, sagte der Unfallchirurg.

Und auch wenn sich die Bewohner der Station nicht vor der Erkrankung Covid-19 sorgen müssen – mit der Isolation auf der Station müssen sie trotzdem zurechtkommen. Wichtig ist dabei für Guba auch, dass “man sich für jeden Tag einen Plan zurechtlegt”.

Auf der Forschungsstation Neumayer-III überwintern derzeit neun Menschen. Neben dem Arzt sind noch ein Koch, drei Ingenieure und vier Wissenschaftler vor Ort. Die auf Stelzen errichtete Station ging im Februar 2009 in Betrieb und wird vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) betrieben. Benannt ist die Anlage nach dem deutschen Polarforscher Georg von Neumayer (1826 bis 1909).

RND/dpa