Aktuell
Home | Nachrichten | Wissen | Wie ein riesiger Stern am Himmel: Die ISS ist mit bloßem Auge zu sehen
Die Internationale Raumstation ISS ist so groß wie ein ganzes Fußballfeld. Quelle: Nasa/dpa

Wie ein riesiger Stern am Himmel: Die ISS ist mit bloßem Auge zu sehen

Ist es ein Stern? Ist es ein Satellit? Nein, es ist die Internationale Raumstation ISS! Wenn der Himmel vom Boden betrachtet noch dunkel ist und die ISS von der Sonne angestrahlt wird, kann man sie mit dem bloßen Auge von der Erde aus erkennen.

Nicht nur für Weltraum-Fans ist die Internationale Raumstation ISS ein faszinierendes Thema. Doch scheint sie unwahrscheinlich weit weg zu sein. Dabei fliegt die ISS „nur” 400 Kilometer über der Erde – das macht sie sogar unter bestimmten Umständen für den kleinen Menschen vom großen Erdball aus sichtbar. Für eine erfolgreiche Sichtung, sorgen die Tipps des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

ISS-Beboachtung: Zeitpunkt ist entscheidend

Die ISS wirkt auf Fotos manchmal ziemlich kein. In Wirklichkeit ist sie aber so groß wie ein Fußballfeld. Deshalb können Interessierte sie auch von der Erde aus ohne Teleskop beobachten. Der richtige Zeitpunkt ist laut dem DLR dafür entscheidend: Manchmal früh morgens, manchmal abends, wenn der Himmel in der Dämmerung dunkel ist und die ISS von der Sonne angestrahlt wird, leuchtet sie wie ein heller Stern.

Der „Flugplan” der ISS

Dabei gibt es exakte Uhrzeiten, zu denen man die Raumstation von Deutschland aus beobachten kann. Nachlesen kann man sie auf dieser Städte-Liste der NASA. Das DLR betont, dass vor allem die Spalte „Max Height” wichtig ist. Sie gebe an, ob die ISS eher flach am Horizont entlang fliegt oder hoch über den Himmel „wandert”. Wo sich die ISS aktuell befindet, können Hobby-Astronomen auf dieser Live-Karte verfolgen.

Wer nicht weiß, wohin er überhaupt schauen soll: Die ISS kommt immer aus westlicher Richtung. Damit man die Internationale Raumstation auch gut erkennen kann, rät das DLR dazu, einen Beobachtungspunkt zu wählen, wo keine Straßenlaternen oder anderen Lichtquellen stören. Die ISS kann natürlich auch fotografiert werden: Damit hinterher jedoch keiner enttäuscht ist, weil man bloß einen winzigen hellen Punkt auf schwarzem Grund sieht, sollte eine längere Belichtungszeit gewählt werden – eine Minute empfiehlt das DLR, um tolle Fotos aufzunehmen.

So wundervoll sieht es aus, wenn die Astronauten der ISS auf die Erde blicken – mit den Tipps des DLR kann der Spieß nun erfolgreich umgedreht werden.

Von David Sander/RND